Anklage in Chemnitz erhoben: Drogen-Mann droht sein Kind (3) mit einem Messer zu verletzen

Chemnitz - Ende Mai drohte ein 34-jähriger Mann, seine eigene Tochter (3) auf offener Straße in Chemnitz mit einem Messer zu verletzen. Bereits eine Woche später wurde nun Anklage gegen den Tunesier erlassen.

Hier geschah der Messer-Irrsinn: Bahnhofstraße, Ecke Brückenstraße in Chemnitz.
Hier geschah der Messer-Irrsinn: Bahnhofstraße, Ecke Brückenstraße in Chemnitz.  © Uwe Meinhold

Wie die Polizei Chemnitz am Mittwochvormittag mitteilte, stand der 34-Jährige zur Tatzeit bereits unter Bewährung, weswegen er nun mit einer hohen Freiheitsstrafe rechnen muss.

Er befindet sich bereits seit dem 22. Mai aufgrund des Haftbefehls des Amtsgerichts Chemnitz wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft.

Nun hat das Gericht gegen den 34-Jährigen mit tunesischer Staatsangehörigkeit wegen Nötigung und Bedrohung (des eigenen Kindes) Anklage erhoben.

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Auch wegen unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln wird gegen ihn ermittelt. Dieses Verfahren wird jedoch gesondert geführt.

Wie kam es zu der Anklage gegen den 34-Jährigen?

Der 34-Jährige war am 22. Mai gegen 21.10 Uhr mit seiner Lebensgefährtin und dem gemeinsamen Kind auf der Bahnhofstraße unterwegs, als sich das Paar heftig stritt.

Aus Angst, er könne gewalttätig werden und möglicherweise ihr oder dem Kind etwas antun, bat sie zwei Streifenpolizisten um Hilfe. Ihrer Aussage nach trug er zu diesem Zeitpunkt auch ein Messer bei sich.

Als die Beamten eine Personenkontrolle durchführen wollten, zog der 34-Jährige das benannte 30 Zentimeter lange Messer aus seiner Tasche und hielt es dem 3-jährigen Kind abwechselnd an Kehle und Bauch. Seinen Aussagen nach, wolle er nicht, dass man ihm das Kind wegnehme.

Die Polizisten konnten ihn schließlich überwältigen und ihm das Messer abnehmen. Der anschließende Drogentest reagierte positiv auf Kokain, Amphetamine und Cannabis.

Bei der Durchsuchung fanden die Beamten außerdem Ecstasy-Tabletten und zwei Cliptütchen mit geringen Mengen Crystal und Cannabis.

Titelfoto: Uwe Meinhold

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