Nach schwerem Raub: Anklage gegen Brüder erhoben

Chemnitz/Annaberg-Buchholz - Mitte Juni haben zwei Männer (19 und 20) einen jungen Mann (19) in Annaberg-Buchholz ausgeraubt. Nun hat die Staatsanwaltschaft Chemnitz Anklage gegen die beiden Libanesen erhoben.

Die Staatsanwaltschaft Chemnitz hat Anklage gegen die Brüder erhoben.
Die Staatsanwaltschaft Chemnitz hat Anklage gegen die Brüder erhoben.  © Uwe Meinhold

Das Opfer wartete am 14. Juni, kurz nach 19 Uhr an einer Bushaltestelle an der Geyersdorfer Straße in Annaberg-Buchholz

Dort wurde er von zwei, damals noch unbekannten, Männern auf angebliche Geldschulden angesprochen. Außerdem bedrohten die beiden den 19-Jährigen mit einem Messer.

Die Täter klauten 25 Euro Bargeld und einen Rucksack, in dem sich unter anderem ein Tablet befand. Anschließend flüchteten die Männer. "Der 19-Jährige blieb unverletzt. Der Stehlschaden beläuft sich auf etwa 100 Euro", teilte die Polizei Chemnitz dazu Mitte Juni mit.

Die Polizei wurde gerufen und konnte die beiden Libanesen wenig später am Busbahnhof stellen. Die zwei Männer wurden vorläufig festgenommen. Seit dem 15. Juni sitzen sie aufgrund eines Haftbefehls des Amtsgerichtes Chemnitz in Untersuchungshaft.

Termin für Hauptverhandlung steht noch nicht fest

Am Mittwoch teilte die Staatsanwaltschaft Chemnitz, dass gegen den 19- und den 20-Jährigen Anklage wegen besonders schweren Raubes erhoben wurde. Bei den Verdächtigen handelt es sich um Brüder.

"Die Entscheidung, ob gegen die beiden Angeschuldigten Erwachsenenstrafrecht mit einer Strafandrohung nicht unter 5 Jahren Freiheitsstrafe oder noch Jugendstrafrecht zur Anwendung kommt, kann erst nach Abschluss der Beweisaufnahme getroffen werden", teilte die Staatsanwaltschaft mit. Weiter heißt es zu Erklärung: "Maßgeblich wird sein, ob bei den Angeschuldigten noch Reifedefizite vorliegen und sie damit in ihrer sittlichen und geistigen Entwicklung eher einem Jugendlichen gleichstehen."

Ein Termin für die Hauptverhandlung vor dem Jugendschöffengericht wird zeitnah angesetzt.

Titelfoto: Uwe Meinhold

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