Statistik zeigt: So kriminell war Chemnitz 2019!

Chemnitz - Sex-Täter, Umweltschutz, Wirtschafts- und Computerbetrug - in diesen Bereichen musste die Polizei im Vorjahr deutlich mehr Straftaten aufklären. 

In Chemnitz ging die Zahl der Straftaten zurück (Archivbild).
In Chemnitz ging die Zahl der Straftaten zurück (Archivbild).  © haertelpress / Harry Haertel

Doch ansonsten kochten die Kriminellen 2019 in Chemnitz, Mittelsachsen und Erzgebirge auf Sparflamme.

Die Kripostatistik der Polizei Chemnitz weist für das Vorjahr einen Rückgang der angezeigten Delikte um 1927 auf 43.823 aus - tiefster Stand seit 2010. 

Besonders deutlich war der Rückgang der Kriminalität in Chemnitz (minus 7,2 Prozent). 

Alle Ganoven zusammen verursachten in der Stadt einen Schaden von 21,9 Millionen Euro. Den größten Schaden richteten Wirtschaftskriminelle an (11,3 Millionen Euro).

Die größte Zunahme verzeichnete die Polizei bei den Umweltdelikten - um 51,2 Prozent auf 65 Fälle. 

Mehr Anzeigen durch gestiegenes Umweltbewusstsein in Folge von Fridays for future könnte eine Rolle spielen.

Müll in der Natur: Die Zahl der Umweltdelikte nahm im Raum Chemnitz zu.
Müll in der Natur: Die Zahl der Umweltdelikte nahm im Raum Chemnitz zu.  © imago images/localpic

Weniger Einbrüche, mehr Sex-Straftaten

Haus- und Wohnungseinbrüche brachen regelrecht ein (- 36,7 Prozent auf 343 Fälle). 

Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung nahmen 2019 zu, vor allem Missbrauch von Kindern (56 Fälle/+ 13). 

Polizeisprecherin Jana Ulbricht (42): "Es wird mehr über solche Taten diskutiert, es wird schneller angezeigt. Früher war Kindesmissbrauch tabu."

Im Erzgebirge sorgt sich die Polizei um eine deutliche Zunahme von Betrug und Sachbeschädigungen, in Mittelsachsen zeigten Bürger mehr Diebstähle an.

Titelfoto: haertelpress / Harry Haertel

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