Flucht quer durch Chemnitz: 74-Jähriger liefert sich Rennen mit Polizei

Chemnitz - Ein VW-Fahrer (74) ist in der Nacht zu Freitag durch mehrere Chemnitzer Stadtteile vor der Polizei geflohen.

Ein VW-Fahrer (74) ist in der Nacht zu Freitag quer durch Chemnitz vor der Polizei geflohen. (Symbolbild)
Ein VW-Fahrer (74) ist in der Nacht zu Freitag quer durch Chemnitz vor der Polizei geflohen. (Symbolbild)  © dpa/Rene Ruprecht

Die Polizei wollte den VW gegen 2.20 Uhr in der Bernsdorfer Straße für eine allgemeine Verkehrskontrolle stoppen. Als die Beamten den Fahrer mit dem Leuchtsignal "Stop Polizei" zum Anhalten aufforderten, gab der Fahrer allerdings Gas. 

"Er flüchtete teils mit erheblich überhöhter Geschwindigkeit und waghalsigen Manövern vor den Beamten. In Höhe der Lutherstraße konnten die Beamten sich mit dem Funkstreifenwagen schräg vor den Flüchtenden stellen und ihn ausbremsen", teilte die Polizei am Freitag mit.

Als sich einer der Polizisten dem Auto näherte, legte der Fahrer den Rückwärtsgang ein und haute wieder ab. Er setzte seine Flucht bis zur Dittesstraße fort. Damit endete seine Flucht aber noch immer nicht.

Über mehrere Seitenstraßen ging es zurück zur Reichenhainer Straße, von dort aus bis zur Treffurthstraße  und zur Annaberger Straße.

Unterwegs bremste der 74-Jährige mehrfach unvermittelt die Verfolgungsfahrzeuge der Polizei aus und gefährdete durch sein rücksichtsloses Verhalten auch andere Verkehrsteilnehmer.

Flüchtender von vier Polizeiautos gestoppt

"So fuhr der Fahrer mehrfach auf der Gegenfahrbahn sowie auf Fußwegen, schnitt Kurven und Kreuzungen und missachtete das Rotlicht mehrerer Ampeln", erklärte ein Polizeisprecher.

Vier Funkstreifenwagen konnten den VW letztlich im Bereich Beckerstraße/Reichsstraße stoppen. Dem Fahrer wurde umgehend die Fahrerlaubnis entzogen und das Auto sichergestellt. Der VW wurde abgeschleppt. Alkohol- und Drogenschnelltest bei dem deutschen Senior verliefen negativ.

"Der Grund für seine Flucht erschloss sich den Beamten nicht."

Gegen den Mann wird nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und verbotenen Kraftfahrzeugrennens ermittelt.

Titelfoto: dpa/Rene Ruprecht

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