Chemnitz: Zenti-Rotzer steht erneut vor Gericht

Chemnitz - Neue Runde für den Rotzer von der Zenti: Weil Johnny M. (31) die Deutsch-Türkin Hatice A. (13) getreten und bespuckt haben soll, musste er auf der Anklagebank des Landgerichts Chemnitz Platz nehmen.

Johnny M. (31) hat eine Dreizehnjährige an der Zentralhaltestelle getreten - aus Notwehr, wie er sagt.
Johnny M. (31) hat eine Dreizehnjährige an der Zentralhaltestelle getreten - aus Notwehr, wie er sagt.  © Harry Haertel / Haertelpress

Mit zwei Kumpel traf sich der Chemnitzer Anfang 2018 in der Stadt auf ein Bier. 

Auf dem Heimweg schlenderte das Trio über die Zentralhaltestelle und geriet in einen lautstarken Streit. Als Johnny M. allein zurückblieb, mischte sich eine Jugendgang ein. 

Wieder kam es zum Streit. "Über ein Dutzend Jugendliche haben mich eingekreist. Ich habe einen Ausweg gesucht", rechtfertigte M. den Bauch-Tritt gegen das Mädchen. Ins Gesicht gespuckt habe er ihr nicht. 

"Ich habe auf den Boden gespuckt." Zeugin Linné B. (18): "Er hat 'Scheiß Ausländer' gerufen."

Verteidiger Uwe Sabel wies auf das ADHS-Syndrom und die Behinderung (Grad: 50%) seines Mandanten hin: "Durch die Erkrankung bezieht er vieles auf sich." Er fordert Freispruch. 

Das Oberlandesgericht Dresden hatte das erste Urteil (3 Monate mit Bewährung wegen Körperverletzung) des Landgerichts aufgehoben. Deswegen verhandelt nun eine andere Kammer den Fall. Fortsetzung folgt.

Titelfoto: Harry Haertel / Haertelpress

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