Drei Frauen brutal überfallen: Chemnitzer (29) als Sextäter angeklagt

Chemnitz - Ein Chemnitzer (29) soll drei Frauen (15, 18, 38) verfolgt und sich ihnen sexuell genähert haben. In einem Fall wirft ihm die Staatsanwaltschaft Vergewaltigung vor.

In diesem Hinterhof an der Theaterstraße soll es im November 2020 zum ersten Übergriff gekommen sein.
In diesem Hinterhof an der Theaterstraße soll es im November 2020 zum ersten Übergriff gekommen sein.  © Maik Börner

Für Aufsehen sorgte der erste Fall im November 2020: Patrick S. soll die Betroffene (38) im Hinterhof am "Eisgarten an der Kaßbergauffahrt" von hinten gepackt haben. Die Frau konnte in ihr Auto fliehen und davonfahren. An der Ampel am Getreidemarkt ging das Drama jedoch weiter. Laut Anklage stieg S. in den Ford und versuchte es erneut mit sexueller Annäherung. Im Gerangel und bei voller Fahrt konnte die Frau ihren Peiniger kurze Zeit später aus dem Auto stoßen.

Weitere Übergriffe sollen sich im April dieses Jahres in Gablenz und der Mühlenstraße zugetragen haben. S. soll zwei Frauen (15, 18) bis in ihre Wohnhäuser verfolgt und sexuell angegriffen haben. Die 18-Jährige habe er laut Staatsanwaltschaft in den Keller gedrängt. Dort sei er mit dem Finger in ihr Geschlechtsteil eingedrungen. Bestätigt sich der Tatablauf, drohen Patrick S. wegen Vergewaltigung mehrere Jahre Knast.

Patrick S. (29) droht eine Verurteilung wegen Vergewaltigung.
Patrick S. (29) droht eine Verurteilung wegen Vergewaltigung.  © Haertelpress/Harry Härtel

Bereits seit April sitzt der Chemnitzer in U-Haft. Die Verhandlung am Landgericht Chemnitz findet größtenteils unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Richter begründen dies mit "schutzwürdigen Interessen" des Angeklagten. Im Rechtsgespräch wollen die Beteiligten klären, ob der Prozess abgekürzt und den Opfern eine Aussage erspart werden kann. Urteil folgt.

Titelfoto: Maik Börner, haertelpress/Harry Härtel

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