Einbruch in Juwelier in Chemnitz: War es dieselbe Bande wie in Leipzig?

Leipzig/Chemnitz - Anfang April rauschte eine Diebesbande mit einem Mercedes in ein Juweliergeschäft in Chemnitz. Die Vorgehensweise erinnert verblüffend an einen ähnlichen Fall aus Leipzig vor fast genau einem Jahr. Haben die Täter erneut zugeschlagen?

In Chemnitz hatten die Einbrecher versucht, das Schaufenster mit einem Mercedes SUV zu durchbrechen. Die Scheibe verformte sich jedoch und verhinderte so Schlimmeres.
In Chemnitz hatten die Einbrecher versucht, das Schaufenster mit einem Mercedes SUV zu durchbrechen. Die Scheibe verformte sich jedoch und verhinderte so Schlimmeres.  © Harry Härtel

Mit einem Auto als Ramme brachen sie durchs Schaufenster des Juweliers, machten sich dann über Uhren und Schmuck in der Auslage her und verschwanden ebenso schnell, wie sie gekommen waren.

Was manch einem noch als spektakulärer Einbruch in der Leipziger Innenstadt vor einem Jahr in Erinnerung geblieben ist, trug sich Anfang April in ähnlicher Form in Chemnitz zu. Am Abend des 3. April rauschten Unbekannte mit einem Mercedes durch das Schaufenster eines Juweliers an der Straße der Nationen.

Der entscheidende Unterschied: Weiter als bis zur Scheibe sollten die Einbrecher diesmal nicht kommen.

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Sechsmal hat der SUV die Scheibe gerammt, wie "Kripo live" am Sonntag berichtete. Statt das Sicherheitsglas zu durchbrechen, verformte sich dieses nur. Schließlich wurde die Bande von Mitarbeitern eines Sicherheitsdienstes überrascht und musste fliehen. Den Mercedes ließen sie am Tatort zurück, machten sich stattdessen in einem weiteren Flugwagen aus dem Staub.

Statt mit fetter Beute endete der Einbruch mit einer Verfolgungsjagd durch die Chemnitzer Innenstadt, in deren Folge den Tätern dennoch die Flucht gelang.

Polizei fahndet nach Tätern

Auch in Leipzig nutzten die Täter ein Auto als Ramme. Hier gelang den Einbrechern der Stunt. Ein Teil ihrer Beute konnte mittlerweile jedoch wieder ausfindig gemacht werden.
Auch in Leipzig nutzten die Täter ein Auto als Ramme. Hier gelang den Einbrechern der Stunt. Ein Teil ihrer Beute konnte mittlerweile jedoch wieder ausfindig gemacht werden.  © Polizei Leipzig

Ein Auto als Ramme, Täter, die vor dem Geschäft auf ihren Einsatz warten und ein weiterer Wagen als Fluchtfahrzeug. Es ist genau dieselbe Vorgehensweise wie in der Nacht zum 20. April 2021 in Leipzig.

Damals hatten Einbrecher den Juwelier Brinckmann & Lange mitten in der Leipziger City leer geräumt, erbeuteten innerhalb weniger Minuten Uhren und Schmuck im Wert von einer Million Euro.

Wenige Tage später konnten Fahnder einen Teil der Beute in Polen ausfindig machen, nahmen mehrere Männer fest. Ob es sich dabei um die Täter aus Leipzig handelt, ist bislang jedoch unklar.

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In Chemnitz fahndet die Polizei indes nach den Tätern sowie dem Fluchtauto, einem dunklen Golf. Dabei bitten die Ermittler auch Zeugen um Hilfe.

Wer Beobachtungen am Abend des 3. April, zwischen 20 und 22 Uhr, in der Chemnitzer Innenstadt gemacht hat, wird gebeten, sich an die Chemnitzer Kripo unter Tel. 03713873448 zu wenden.

Titelfoto: Montage: Harry Härtel + Polizei Leipzig

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