Erneut Schockanrufer in Chemnitz aktiv: Rentner verliert 80.000 Euro

Chemnitz - In Chemnitz gab es erneut sogenannte Schockanrufe bei Senioren. Dabei fiel ein Rentner auf diese fiese Masche rein.

Am Mittwoch waren in Chemnitz erneut Telefonbetrüger am Werk. Bei einem 77-Jährigen ergaunerten sie 80.000 Euro. (Symbolbild)
Am Mittwoch waren in Chemnitz erneut Telefonbetrüger am Werk. Bei einem 77-Jährigen ergaunerten sie 80.000 Euro. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Wie die Polizei Chemnitz mitteilte, wurden ihnen am Mittwoch wieder zwei Versuche von Telefonbetrügerei gemeldet. Während ein 72-jähriger Mann aus Hilbersdorf die Masche durchschaute, fiel ein 77-jähriger Mann aus Bernsdorf darauf rein.

Unbekannte Täter gaben sich am Telefon als vermeintliche Mitarbeiter einer Staatsanwaltschaft aus und riefen den Rentner am Mittwochmorgen an. Sie erzählten ihm, eine Familienangehörige habe ein Kind überfahren und sie solle nun für zwei Wochen in Untersuchungshaft. Dies könne der 77-Jährige mit einer Kaution in Höhe von 80.000 Euro abwenden.

Nach dem Telefonat besuchte der Rentner seine Bank und hob den genannten Geldbetrag ab. Anschließend übergab er das Geld einem unbekannten Mann.

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Auch bei dem 72-jährigen Mann gingen die unbekannten Anrufer mit dem gleichen Modus vor. Dieser durchschaute jedoch das fiese Spiel und beendete das Gespräch umgehend.

Die Polizei hat in beiden Fällen die Ermittlungen wegen Betrugs aufgenommen.

Die Polizei warnt vor Telefonbetrügern

  • Übergebt nie Geld oder Wertsachen an Fremde! Die Polizei oder die Staatsanwaltschaft wird Euch nie telefonisch auffordern, Geld vom Konto abzuheben oder zu überweisen.
  • Versichert Euch bei Euren Angehörigen, dass es ihnen gut geht!
  • Kontaktiert Eure zuständige Polizeidienststelle unter den offiziellen Rufnummern bzw. unter dem Notruf 110.
  • Gebt am Telefon keine Auskunft zu Euren finanziellen Verhältnissen bzw. Euren Bank- und Kontodaten, auch wenn der Anrufer einen vertrauenserweckenden und freundlichen Eindruck auf Euch macht!
  • Gebt keine persönlichen Informationen von Euch oder Eurem Bekanntenkreis weiter!

Informiert am besten besonders Eure älteren Verwandten über diese Betrugsmasche.

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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