Erzieher haben Angst! Immer mehr Einbrüche in Chemnitzer Kitas und Schulen

Chemnitz - Einbrecher wählen immer häufiger die Chemnitzer Kitas und Schulen als Ziel. 2020 gab es im Schnitt mehr als einen Einbruch pro Woche. Kita-Leiter Eric Worm (33) schlägt Alarm.

Experte Michael Specht (35) untersucht die Einbruchsspuren in der Kita "Spielhaus" im Schlossviertel.
Experte Michael Specht (35) untersucht die Einbruchsspuren in der Kita "Spielhaus" im Schlossviertel.  © Ralph Kunz

Erst vor rund zwei Wochen versuchten Einbrecher, die Fenster der Kita "Spielhaus" aufzuhebeln. In dieser Woche der nächste Einbruchsversuch. In beiden Fällen scheiterten die Ganoven, hinterließen jedoch rund 4000 Euro Sachschaden.

"Manche Kolleginnen haben Angst, zum Frühdienst reinzukommen", sagt Kita-Leiter Eric Worm, der befürchtet, dass die Kinder eines Morgens ihre Kita völlig verwüstet vorfinden.

Laut Polizeidirektion Chemnitz ist die Zahl der Einbrüche in Chemnitzer Kitas, Schulen und Universitäten in den vergangenen Jahren enorm gestiegen. 2011 kam es im Stadtgebiet zu sechs Fällen - 2020 waren es 56.

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Der erste Stadtrat reagiert: "Das ist ein drastischer Anstieg. Da muss man jetzt etwas machen", sagt Michael Specht (35, CDU), der auch Polizist ist. Er fordert höhere Sicherheitsmaßnahmen, wie einbruchsicheres Fensterglas: "Man muss zeigen, dass der Einbruch schwierig ist."

Diebstähle in Kitas und Schulen hätten meist ähnliche Muster: "In der Regel ist es Beschaffungskriminalität", sagt Michael Specht. "Die Täter wollen schnell was erbeuten."

Polizist und CDU-Stadtrat Michael Specht (35, l.) gibt Kita-Leiter Eric Worm (33) wertvolle Sicherheits-Tipps.
Polizist und CDU-Stadtrat Michael Specht (35, l.) gibt Kita-Leiter Eric Worm (33) wertvolle Sicherheits-Tipps.  © Ralph Kunz

Fette Beute macht man in Kitas und Schulen allerdings nicht: Polizei-Sprecher Marcus Gerschler (34): "In vielen Fällen ist der eingetretene Sachschaden höher als der eingetretene Stehlschaden."

Titelfoto: Ralph Kunz

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