Feuer aus Abenteuerlust gelegt: Verdächtige zu Brandserie geschnappt

Olbernhau/Frauenstein/Großhartmannsdorf - Im vergangenen Spätsommer und im Herbst hatten in Mittelsachsen und im Erzgebirge mehrere leerstehende Gebäude gebrannt, darunter auch ein ehemaliges Ferienheim in Olbernhau. Nun hat die Polizei zwei Verdächtige geschnappt.

Der Dachstuhl des ehemaligen Lokals in Mittelsaida brannte komplett ab.
Der Dachstuhl des ehemaligen Lokals in Mittelsaida brannte komplett ab.  © Robert Butter

Das Ferienheim des VEB Transformatoren- und Röntgenwerks Dresden brannte Ende August bis auf die Grundmauern nieder. Ein Anwohner hatte den Feuerschein in der Saydaer Straße bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Das Objekt war aber nicht mehr zu retten und stand schon beim Eintreffen der Einsatzkräfte in Vollbrand (TAG24 berichtete). Das Gebäude war schon seit Jahren leer.

Nur eine Woche später ging eine Scheune in Frauenstein im Steinbruchweg in Flammen auf. In dem 25 Quadratmeter großen Gebäude waren rund 200 Heuballen und eine Kutsche gelagert. Die Scheune brannte komplett nieder. Durch das Feuer wurde noch ein angrenzendes Gebäude beschädigt.

Mitte Oktober brannte es in einem ehemaligen Lokal in der Annaberger Straße im Großhartmannsdorfer Ortsteil Mittelsaida. Das Feuer war im Dachstuhl des Hauses ausgebrochen. Die Löscharbeiten dauerten die ganze Nacht.

Nun sind die Ermittler einem Duo (17, 30) auf die Schliche gekommen, das im Verdacht steht, diese drei Brände gelegt zu haben.

30-Jähriger schweigt zu Vorwürfen

Von dem Ferienheim in Olbernhau blieben nur noch die Grundmauern stehen.
Von dem Ferienheim in Olbernhau blieben nur noch die Grundmauern stehen.  © Robert Butter

"Zu den Brandereignissen hatten die Ermittler der zuständigen Polizeireviere und der Kriminalpolizei zahlreiche Zeugen vernommen, welche die Beamten letztlich auf die Spur der Tatverdächtigen brachten. Im Verlauf der weiteren Ermittlungen konnte der Tatverdacht gegen die beiden deutschen Staatsangehörigen in den drei Fällen erhärtet werden", teilte die Polizei Chemnitz am Donnerstag mit.

Bereits am Dienstag durchsuchten Beamte die Wohnungen der Verdächtigen und die beiden Männer wurden festgenommen. Ein Richter erließ am Mittwoch Haftbefehle. Der 30-Jährige wurde in den Knast gebracht. Der Haftbefehl gegen den Jugendlichen wurde unter Auflagen außer Vollzug gesetzt.

"Zu den Taten war der 30-Jährige nicht geständig. Der Jugendliche räumte den Tatvorwurf vollumfänglich ein und gab an, die Brände aus Abenteuerlust gelegt zu haben", so eine Polizeisprecherin.

Die Ermittlungen dauern weiterhin an.

Titelfoto: Robert Butter

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