Fünf Containerbrände in einer Nacht: Polizei Chemnitz jagt Verdächtige mit Spürhund

Chemnitz - Die Serie der Containerbrände in Chemnitz nimmt kein Ende. Und immer wieder wird eine 21-jährige Chemnitzerin in Tatortnähe gesehen. Wie auch in der Nacht zu Dienstag. Die Polizei schließt nicht aus, dass die Frau aus Kappel mit den Initialen L. D. für die meisten, wenn nicht alle Container-Zündeleien der vergangenen Wochen verantwortlich ist.

Auch in der Barbarossastraße gingen Abfallcontainer in Flammen auf.
Auch in der Barbarossastraße gingen Abfallcontainer in Flammen auf.  © Haertelpress/Harry Härtel

Dafür spricht einiges. Beim Amtsgericht liegen bereits acht fertige Anklagen gegen L. D. - vier wegen Graffiti, eine wegen der Dutzenden Blitzerbeschmierungen in Chemnitz und bereits drei wegen insgesamt 19 Container-Brandstiftungen. Zwei weitere Anklagen werden vorbereitet.

Die Frau macht offenbar ständig weiter. Innerhalb nur einer Stunde brannten in der Nacht zu gestern Müllbehälter in der Barbarossa-, Limbacher-, Leonhardt- und Schloßstraße. Zuletzt standen an der Markthalle gleich zehn Abfallbehälter in Flammen. Die Feuer beschädigten teilweise auch Fenster und Hausfassaden - dadurch wird aus einer Sachbeschädigung sogar eine gefährliche Brandstiftung.

In mindestens einem Fall wurde die Dauerverdächtige in der Nähe gesehen. Auch mithilfe von Spürhunden versucht die Kripo ihre Taten nachzuweisen.

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Die junge Frau soll sich bereits in psychologischer Behandlung befinden. Dennoch ließ die Polizei nichts unversucht, um der Chemnitzerin auch zu helfen.

Nach TAG24-Informationen brachten Beamte die junge Frau mehrfach zu Ärzten, die aber keinen Grund für eine Zwangseinweisung in die Psychiatrie sahen.

Zehn Müllbehälter brannten an der Markthalle. Die Kripo schließt eine polizeibekannte 21-Jährige als Täterin nicht aus.
Zehn Müllbehälter brannten an der Markthalle. Die Kripo schließt eine polizeibekannte 21-Jährige als Täterin nicht aus.  © Haertelpress/Harry Härtel
Mit Spürhunden versucht die Polizei, die Brandserie aufzuklären.
Mit Spürhunden versucht die Polizei, die Brandserie aufzuklären.  © picture alliance/dpa

Auch juristisch wasserdichte Haftgründe gab's bisher nicht.

Titelfoto: haertelpress/Harry Härtel, picture alliance/dpa

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