Nach Freiberger Ehe-Drama: Polizei ermittelt auch wegen Tötung

Freiberg - Die Ermittlungen nach dem Todes-Drama in Freiberg gehen weiter.

Bluttat in Freiberg: Die Kripo ermittelt nach dem Tod einer Rentnerin auch gegen den schwer verletzten Ehemann.
Bluttat in Freiberg: Die Kripo ermittelt nach dem Tod einer Rentnerin auch gegen den schwer verletzten Ehemann.  © Petra Hornig

In der Nacht zu Sonntag soll Wolfgang H. (76) seine nur wenig jüngere Ehefrau Dorothea in der gemeinsamen Wohnung in der Johann-Sebastian-Bach-Straße erschossen haben.

Danach versuchte er, sich selbst zu töten, überlebte aber schwer verletzt (TAG24 berichtete).

Darum ermittelt die Polizei nun wegen eines möglichen Tötungsdeliktes.

Noch am Sonntag hatte die Polizei mitgeteilt, es handele sich um einen "erweiterten Suizid" des seit 52 Jahren verheirateten Paares.

Doch das Überleben des Ehemannes ändert alles.

Ingrid Burghart (56), Sprecherin der Staatsanwaltschaft, erklärt die Rechtslage: "Wenn zwei Menschen aus dem Leben scheiden wollen und einer die Tötung übernimmt, dabei aber überlebt, wird es eventuell zum Tötungsdelikt. Deshalb ermitteln wir jetzt in alle Richtungen - Tötung auf Verlangen, erweiterter Suizid oder Tötung."

Normalerweise berichtet TAG24 nicht über mögliche Suizide. Da der Vorfall aber für öffentliche Aufmerksamkeit sorgte, hat sich die Redaktion entschieden, es doch zu thematisieren. Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, findet Ihr bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Titelfoto: Petra Hornig

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