Polizei kontrolliert demolierten Peugeot und entdecken halbes Dutzend Verstöße

Burgstädt - Bei der Kontrolle eines Peugeots in Burgstädt sind die Polizisten gleich auf mehrere Probleme gestoßen.

Einer Polizeistreife war in Burgstädt ein demolierter Peugeot aufgefallen. Bei der Kontrolle kamen noch weitere Vergehen ans Tageslicht. (Symbolbild)
Einer Polizeistreife war in Burgstädt ein demolierter Peugeot aufgefallen. Bei der Kontrolle kamen noch weitere Vergehen ans Tageslicht. (Symbolbild)  © dpa/ Fredrik von Erichsen

Das Fahrzeug war den Beamten am Donnerstagmittag in der Lindenstraße aufgefallen. Wie die Polizei mitteilte, hatte der rote Peugeot starke Schäden im vorderen linken Fahrzeugbereich.

"Mit der Absicht, das Fahrzeug einer Kontrolle zu unterziehen, nahmen die Beamten die Verfolgung auf. Eingeschaltete Anhalteaufforderungen der Polizisten ignorierte der Fahrer des Peugeot und beschleunigte sein Fahrzeug daraufhin unter Missachtung der Vorfahrt in Richtung Dr.-Wilhelm-Külz-Straße", berichtet ein Polizeisprecher.

Doch die Flucht brachte dem Fahrer (41) nicht viel. In der Höhe der Gabelsbergstraße konnte der Peugeot schließlich gestoppt werden. Bei der anschließenden Kontrolle wurde mit dem 41 Jahre alten Fahrer ein Drogenschnelltest gemacht, der positiv auf Amphetamine reagierte.

Außerdem wurden mehrere Cliptütchen mit verschiedenen Betäubungsmitteln (insgesamt etwa 9,1 Gramm) gefunden. Die Drogen wurden sichergestellt.

Kein Führerschein, Tankbetrug und ein möglicher Unfall

Aber das war noch nicht alles: "Einen Führerschein konnte der polnische Staatsangehörige auf Verlangen der Beamten nicht vorzeigen, da er nicht im Besitz eines solchen Dokumentes ist. Die Überprüfung des Fahrzeugs ergab zudem, dass die Kennzeichen an einen anderen Wagen gehören und der kontrollierte Peugeot bereits stillgelegt wurde", so die Polizei.

Gegen den Fahrer wird nun wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und unter berauschenden Mitteln, Besitz von Betäubungsmitteln, Urkundenfälschung und Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz ermittelt. Schließlich kam noch ein weiteres Vergehen dazu:

"Wie sich nebst den Verstößen herausstellte, hatte der polnische Fahrzeugführer offensichtlich unmittelbar vor der Kontrolle das beschriebene Fahrzeug in Oberlungwitz an einer Tankstelle betankt und sich ohne zu bezahlen vom Gelände entfernt. Der mutmaßliche Tankbetrug wird ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen sein. Zudem haben die Beamten bezüglich der Unfallschäden am Fahrzeug und dem bisher unbekannten Unfallort sowie dem damit einhergehenden pflichtwidrigen Verlassen der Unfallstelle Ermittlungen eingeleitet", teilte die Polizei mit.

Der 41-Jährige wurde auf Weisung der Staatsanwaltschaft Chemnitz nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

Titelfoto: dpa/ Fredrik von Erichsen

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