Seit zwei Jahren verschwinden in Chemnitz immer wieder Briefe: Polizei schnappt Verdächtige

Chemnitz - Nach den Postdiebstählen in Chemnitz, hat die Polizei nun mehrere Verdächtige geschnappt.

In den vergangenen Jahren sind in mehreren Chemnitzer Stadtteilen immer wieder Briefe und Postsendungen verschwunden. Nun hat die Polizei mehrere Verdächtige ermittelt. (Symbolbild)
In den vergangenen Jahren sind in mehreren Chemnitzer Stadtteilen immer wieder Briefe und Postsendungen verschwunden. Nun hat die Polizei mehrere Verdächtige ermittelt. (Symbolbild)  © 123RF / Andriy Popov

Schon seit zwei Jahren verschwanden vor allem in den Stadtteilen Sonnenberg, Siegmar und Rabenstein immer wieder Briefe und Postsendungen, die auch vereinzelt zur Anzeige gebracht wurden. Das ging in unregelmäßigen Abständen bis März so. Nach aktuellem Ermittlungsstand sind 285 Fälle bekannt. Es entstand ein Schaden von rund 20.000 Euro.

"Es kam die Vermutung auf, dass Briefe und Postsendungen in Zuständigkeit eines Servicepartners der Deutschen Post AG abhandengekommen waren. Dieser Servicepartner war damit beauftragt, Briefe aus öffentlichen Briefkästen und Postfilialen abzuholen und ins Postverteilzentrum in Chemnitz zu bringen, sogenannte Kastenentleerungstouren", so ein Polizeisprecher.

Bei den Ermittlungen rückte schon im Frühjahr 2020 ein 42 Jahre alter Fahrer, der auf der Transportroute unterwegs war, in den Fokus.

Wie die Polizei am Dienstag mitteilt, konnte der Mann im März mit Unterstützung von Security-Spezialisten auf frischer Tat erwischt werden.

Polizei ermittelt zwei weitere Verdächtige

"Briefe, die in Verantwortung des 42-Jährigen lagen und an diesem Tag das Postverteilzentrum erreichen sollten, waren nicht angekommen. Auf dieser Grundlage wurde der Wohnungsdurchsuchung bei dem deutschen Staatsangehörigen seitens der Staatsanwaltschaft Chemnitz zugestimmt und in der Folge Beweismittel (unter anderem Briefumschläge, nicht eingelöste Gutscheine) der letzten Monate aufgefunden", teilte die Polizei mit.

Die Ermittlungen ergaben schließlich, dass es noch zwei weitere Tatverdächtige (18, 33) gab, die auch teilweise alleine agierten. Die 33-Jährige soll den 42-Jährigen 2019 bei der Arbeit kennengelernt haben. Sie sammelten auf ihren Touren Briefe ein und öffneten diese dann zu Hause. Im Oktober 2020 lernte der 42-Jährige schließlich noch die 18-Jährige kennen und nahm sie später mit auf seine Fahrten.

Die Polizei sucht noch nach weiteren Geschädigten, um zum Beispiel Gutscheine zuzuordnen, die bei den Verdächtigen gefunden wurden. Betroffene werden gebeten sich im Revier Chemnitz-Südwest unter Telefon 0371/5263289 (Montag bis Freitag von 8 bis 10 Uhr).

Titelfoto: 123RF / Andriy Popov

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