Silvesterbilanz in Chemnitz: Messerattacke, Dachstuhlbrand, Bedrohung und gesprengter Container

Chemnitz - Die Silvesternacht blieb in Chemnitz weitgehend ruhig. Dennoch mussten Polizei und Feuerwehr zu einzelnen Einsätzen ausrücken, die es durchaus in sich hatten.

An der Haltestelle Roter Turm kam es in der Nacht zu einer Messerattacke.
An der Haltestelle Roter Turm kam es in der Nacht zu einer Messerattacke.  © haertelpress / Harry Härtel

Kurz vor dem Jahreswechsel musste die Polizei zum Stadthallenpark in die Innenstadt fahren.

Im Bereich der Haltestelle Roter Turm gab es gegen 23.30 Uhr eine Auseinandersetzung mit mehreren Personen. Dabei wurde auch ein Messer gezückt und ein 19-jähriger Afghane schwer verletzt.

"Im Zuge der Fahndungsmaßnahmen konnten die alarmierten Beamten zwei Tatverdächtige (17, 18) identifizieren, ausfindig machen und auf ein Polizeirevier bringen", wie die Polizei mitteilte. Die beiden Syrer wurden nach den ersten polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

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Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung laufen.

Qualmender Grill sorgt für Feuerwehreinsatz

Gegen 0.30 Uhr wurde in der Adelsbergstraße in Chemnitz-Gablenz ein vermeintlicher Dachstuhlbrand mit starker Rauchentwicklung der Feuerwehr gemeldet.

Da eine eventuelle Evakuierung der Hausbewohner zu erwarten war, wurde bei den Einsatzkräften Großalarm ausgelöst. Zum Glück stellte sich heraus, dass ein Grill auf einem Balkon nicht richtig abgelöscht war und so die starke Verrauchung des Dachgeschosses verursachte.

Während des Feuerwehreinsatzes musste die Polizei einen völlig betrunkenen Bürger (35) mit Pfefferspray abwehren und ihn zu Boden bringen. Er wurde festgenommen.

Ein qualmender Grill sorgte für einen größeren Feuerwehreinsatz in Chemnitz.
Ein qualmender Grill sorgte für einen größeren Feuerwehreinsatz in Chemnitz.  © haertelpress / Harry Härtel
Während der Löscharbeiten musste ein renitenter Mann von der Polizei festgenommen werden.
Während der Löscharbeiten musste ein renitenter Mann von der Polizei festgenommen werden.  © haertelpress / Harry Härtel

Bedrohung mit Schusswaffe in Chemnitz-Hilbersdorf

In die Frankenberger Straße in Höhe der Trinitatiskirche musste die Polizei gegen 1 Uhr ausrücken. Dort soll es eine Bedrohung durch eine mögliche Schusswaffe gegeben haben.

Nach der kurzzeitigen Sperrung der Straße konnte der Tatverdächtige (russische Staatsangehörigkeit) festgesetzt werden. Ob es Verletzte gab, ist derzeit nicht bekannt.

Ersten Informationen zufolge soll die Suche der vermeintlichen Schusswaffe andauern.

Auf der Frankenberger Straße soll es eine Bedrohung durch eine Schusswaffe gegeben haben.
Auf der Frankenberger Straße soll es eine Bedrohung durch eine Schusswaffe gegeben haben.  © haertelpress / Harry Härtel

Altglas-Container in Aue gesprengt

Auch im Erzgebirge blieb es weitgehend ruhig. Auf der Rudolf-Breitscheid-Straße in Aue wurde in der Silvesternacht allerdings ein Glas-Container gesprengt. Teile des Containers lagen mehrere Meter verteilt.

Die Polizei fertigte eine Anzeige wegen Sachbeschädigung und hat weitere Ermittlungen aufgenommen. Was genau die Sprengung auslöste, ist noch unklar.

Zum Sachschaden konnten noch keine Angaben gemacht werden.

In Aue-Bad Schlema wurde ein Glas-Container durch eine Explosion zerstört.
In Aue-Bad Schlema wurde ein Glas-Container durch eine Explosion zerstört.  © Niko Mutschmann

Briefkasten in Frankenberg und Zigarettenautomat in Chemnitz gesprengt

In Chemnitz-Markersdorf sprengten unbekannte Täter in der Alfred-Neubert-Straße einen Zigarettenautomaten mittels Feuerwerkskörper in die Luft. Aus dem Automaten wurde eine bislang unbestimmte Anzahl an Zigarettenschachteln und Bargeld entwendet. Angaben zum entstanden Sachschaden liegen aktuell noch nicht vor.

In Frankenberg wurde gegen 22.05 Uhr eine Briefkastenanlage mittels Feuerwerkskörper gesprengt und stark beschädigt. Der Gesamtschaden wurde auf circa 2000 Euro geschätzt, wie die Polizei am Neujahrstag mitteilte.

In allen Fällen ermittelt die Polizei wegen des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion aufgenommen.

Aktualisiert: 1. Januar, 15.52 Uhr

Titelfoto: Bildmontage: haertelpress / Harry Härtel, Niko Mutschmann

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