Darum feiert der Natur-Hof Chemnitz sein Jubiläum eher leise

Chemnitz - Während die Stadt Chemnitz laut Kulturhauptstadt ist, feiert der Natur-Hof Chemnitz e. V. sein 30-jähriges Jubiläum still. "Wir sind mehr die Macher als die Feierer", so Vorständin Susann Enzmann (43).

Die Züchterin und das liebe Vieh: Susann Enzmann (43) nimmt sich Zeit für ihre Tiere.  © Sven Gleisberg

Groß gefeiert wird wohl erst 2027, wenn das Beweidungsprojekt mit Angus-Rindern ebenfalls 30 wird. Neben den Rindern pflegt der Verein Naturschutzgebiete und Ausgleichsflächen in der Stadt Chemnitz. Er kümmert sich um Streuobstwiesen oder baut Nistkästen.

Auch nach drei Jahrzehnten freut sich Enzmann über Nachwuchs bei den Rindern. "Zu den schönsten Momenten zählt die Gesundheit der Tiere", sagt sie.

Zudem gut in Erinnerung: Arbeitseinsätze, bei denen der Spaß im Vordergrund stand. Apfelernten, bei denen Kinder mit Helm auf die Bäume klettern durften.

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Oder: "Wenn wir unsere Entbuschungsmaßnahmen machen und dann Papa mit der Axt losrennt und seinen Sohnemann mitnimmt, der einfach wild auf den Baum einschlagen kann, was man ja sonst nicht darf."

Doch nicht alles war rosig – eine Anekdote bleibt eher schmerzhaft: der Rinderausbruch Ende der 2000er. "Da gab es viele Berichte, als unsere Rinder im Zeisigwald waren. Das ist ein nervenaufreibendes Erlebnis, das bei unserem Verein in Erinnerung geblieben ist."

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Der Naturhof Chemnitz setzt sich für Arten- und Naturschutz ein.  © Sven Gleisberg
Die Deutsch-Angus-Rinder lassen sich die Äpfel auf der Streuobstwiese munden.  © Sven Gleisberg

Und aktuell? "Uns beschäftigt intensiv, das Naturschutzgebiet rund um den Eibsee wieder auf Vordermann zu bringen." Dafür wünscht sich Enzmann auch neue Helferlein. "Ich glaube, es ist so ein bisschen in Vergessenheit geraten, wie viel Spaß ein Ehrenamt machen kann."

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