Der Johannispark in Freiberg: Hier leben die Tiere unserer Heimat

Freiberg - In der neuen TAG24-Serie "Unsere tierischen Lieblinge" stellen wir Euch einige Adressen vor, bei denen sich ein Besuch lohnt. Heute Teil 8: der Tierpark in Freiberg. Er setzt bewusst auf Heimattiere, weil insbesondere Kinder gar nicht mehr wissen, wie regionale Zwei- und Vierbeiner leben und was sie ausmacht. Besonders für Familien scheint der Tierpark ideal: Auf dem drei Hektar großen Gelände gibt es viele Grünflächen und der Eintritt ist frei.

Das Eselgehege ist ein besonderer Anziehungspunkt für Besucher.
Das Eselgehege ist ein besonderer Anziehungspunkt für Besucher.  © Sven Gleisberg

Nur 14 Arten und insgesamt rund 170 Tiere leben im Tierpark. Das Gelände ist Teil des Johannisparks, der sich für ausgedehnte Spaziergänge bis in die Altstadt eignet.

Peter Heinrich (59) hat seit 20 Jahren die Fäden in der Hand: "Wir stehen hinter unserem Konzept. Uns ist wichtig den Besuchern zu zeigen, wie unsere Heimattiere leben. Viele Kinder denken ja, dass Enten schwarz-gelbes Gefieder haben."

Außerdem seien viele Haustierrassen gefährdet, weil sie zu langsam Gewicht zulegen und sich nicht für die Mast eignen.

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Am Eingangsbereich gibt es viele Vogelarten wie Fasane zu sehen. Gleich dahinter führt der Rundweg an den Gehegen von Schafen, Eseln und Ponys vorbei. Shetland-Pony "Idefix" (20) ist der älteste Zoo-Bewohner und hat vor sieben Jahren Schlagzeilen gemacht.

"Er wog 100 Kilo zu viel und musste eine Diät machen", erinnert sich Peter Heinrich. Beim öffentlichen Wiegen brachte er es auf 230 Kilo. Normal sind 150 bis 180 Kilo.

Peter Heinrich (59) und die Shettlandponys feiern dieses Jahr gemeinsam Dienstjubiläum. Alle drei kamen vor 20 Jahren zum Johannispark.
Peter Heinrich (59) und die Shettlandponys feiern dieses Jahr gemeinsam Dienstjubiläum. Alle drei kamen vor 20 Jahren zum Johannispark.  © Sven Gleisberg
Die flinken Streifenhörnchen sind besonders bei Kindern beliebt.
Die flinken Streifenhörnchen sind besonders bei Kindern beliebt.  © Sven Gleisberg

Zoo plant Alpaka- und Nandu-Gehege

Einmal kraulen bitte! Redakteur Stefan Graf verteilt Streicheleinheiten.
Einmal kraulen bitte! Redakteur Stefan Graf verteilt Streicheleinheiten.  © Sven Gleisberg

Einige Schritte weiter leben Damwild und Mufflon sowie Schildkröten. "Die müssen wir jeden Tag reinholen, damit sie nicht von Füchsen oder anderen freien Wildtieren angegriffen werden." Die Schildkröten stammen teilweise aus schlechter Haltung, genauso wie einige Papageien.

Künftig plant der Zoo noch ein Alpaka- und Nandu-Gehege. Dafür wird das Gelände um den ehemaligen Rosengarten auf insgesamt 3,8 Hektar erweitert. Im Oktober gibt es eine weitere Tierart. Dafür wird das ehemalige Fuchs-Gehege umgebaut. "Was es wird, ist noch geheim", so Heinrich.

Für Familien ist der Besuch in Freiberg besonders günstig. Der Eintritt ist frei, und das soll er auch in Zukunft bleiben. Man wolle auch sozial schwächeren Menschen etwas bieten.

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"Ich finde es wichtig, dass auch Kinder aus bildungsferneren Familien frühzeitig etwas über Tiere und Natur lernen." Jährlich kommen zwischen 25.000 und 30.000 Besucher.

Titelfoto: Sven Gleisberg

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