Wohnen Chemnitzer zu teuer? Gewerkschaftsbund fordert bezahlbare Wohnungen

Chemnitz - Wohnen Chemnitzer zu teuer? Rund ein Drittel aller Bürger soll von den Mietkosten in der Stadt überlastet sein. Der Gewerkschaftsbund fordert bezahlbare Wohnungen - bei der Stadt und Vermietern stößt das auf Unverständnis.

Der Kaßberg zählt zu den vergleichsweise teuren Stadtteilen von Chemnitz.
Der Kaßberg zählt zu den vergleichsweise teuren Stadtteilen von Chemnitz.  © Kristin Schmidt

33,13 Prozent aller Chemnitzer würden laut einer aktuellen Studie mehr als 30 Prozent ihres Einkommens für die Miete ausgeben, so der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB). Damit würden sie als überlastet gelten.

"Der Hauptgrund ist das niedrige Einkommensniveau", sagt Ralf Hron (55), Vorsitzender des DGB-Stadtverbandes Chemnitz. Es sei aber auch zu teuer gebaut worden. Er fordert die Stadt unter anderem dazu auf, sich beim Wohnungsbau von Investoren stärker für das Gemeinwohl einzusetzen.

Die Stadt hingegen teilt auf TAG24-Anfrage mit: "Die Stadt Chemnitz hat keine Probleme mit bezahlbaren Wohnungen." CSg-Chef Ringo Lottig (55) sagt zu den Behauptungen um zu hohe Mieten: "Bei uns kann ich das mitnichten feststellen."

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SWG-Vorstand Frank Winkler (50) stellt fest: "Wir haben keine Mieter, die sagen, dass ihnen die Miete zu hoch ist."

Gewerkschafter Ralf Hron (55) fordert einen Stopp der Mieten-Erhöhungen.
Gewerkschafter Ralf Hron (55) fordert einen Stopp der Mieten-Erhöhungen.  © Ralph Kunz

Bei den rund 4000 Wohnungen, die zur SWG (Sächsischen Wohnungsgenossenschaft) gehören, gebe es zurzeit nur in drei Fällen einen Mietrückstand von mehr als zwei Monatsmieten.

Titelfoto: Kristin Schmidt

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