Droht im Nordosten der nächste Abbruch? Das sagt der NOFV zur Absageflut in der 4. Liga

Chemnitz – Zweimal in Folge musste die Saison in der Regionalliga Nordost vorzeitig abgebrochen werden. Droht dieses Szenario erneut?

Schon wieder ein paar Wochen her: Das letzte Heimspiel in der Regionalliga hatte der Chemnitzer FC am 21. August gegen Altglienicke.
Schon wieder ein paar Wochen her: Das letzte Heimspiel in der Regionalliga hatte der Chemnitzer FC am 21. August gegen Altglienicke.  © Picture Point/Roger Petzsche

Immer mehr Vereine mussten zuletzt pausieren, weil sich Spieler mit dem Covid-19-Virus infiziert hatten oder von den Gesundheitsämtern als Kontaktpersonen in Quarantäne geschickt wurden. Und der "heiße" Herbst steht noch bevor.

TAG24 fragte beim NOFV nach. Dort gibt man sich trotz der gehäuften Anzahl von Spielabsagen (noch) ganz entspannt. "Ich bin momentan sehr optimistisch, dass wir die Saison wie geplant zu Ende spielen können", sagte Spielleiter Wilfried Riemer.

Über die Hälfte der Vereine läge mit zehn bzw. neun absolvierten Spielen im Plan. "Mit TeBe Berlin und Lok Leipzig haben wir aktuell zwei Ausreißer. Doch die meisten Spiele sind bereits neu angesetzt."

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TeBe, von mehreren Corona-Fällen betroffen, konnte erst fünf Partien austragen. Der 1. FC Lok litt durchweg unter Corona-Fällen bei den jeweiligen gegnerischen Teams und muss vier Nachholspiele bestreiten. Drei sind es beim Chemnitzer FC - in Luckenwalde und zu Hause gegen Lok Leipzig sowie Energie Cottbus.

Nachholer sollen alle unter der Woche stattfinden

NOFV-Spielleiter Wilfried Riemer ist optimistisch, dass die Saison wie geplant zu Ende gespielt werden kann.
NOFV-Spielleiter Wilfried Riemer ist optimistisch, dass die Saison wie geplant zu Ende gespielt werden kann.  © Imago Images/Härtelpress

Die Nachholer werden laut Riemer allesamt unter der Woche stattfinden: "Die Wochenenden sind mit angesetzten Spieltagen und Landespokal zu."

Eine Impfpflicht für die 20 Regionalligisten hält Riemer für nicht durchsetzbar: "Das macht selbst die Politik nicht. Wir können das Impfen den Vereinen nur empfehlen."

Ein Corona-Fall müsse nicht zwingend einen Spielausfall nach sich ziehen, erklärt Riemer und verweist auf die Spielordnung: "Wenn genügend Spieler - 15 inklusive Torhüter - gesund und einsatzfähig sind, müssen die Vereine antreten."

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Für den Fall, den sich keiner wünscht - nämlich einen erneuten Abbruch der Saison - hat der NOFV in diesem Jahr übrigens vorgesorgt. "75 Prozent der Mannschaften müssen mindestens 20 Spiele bestritten haben, nur dann wird die Saison gewertet", betont Riemer.

"Auch das steht in unserer Spielordnung."

Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche, imago images/HärtelPRESS

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