Erinnerung an Reichspogromnacht in Chemnitz: Gedenkfeier mit OB Schulze

Chemnitz - Zum 84. Mal jährte sich am Mittwoch die Reichspogromnacht von 1938.

OB Sven Schulze (50, SPD) gedachte gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde der Opfer der Pogromnacht 1938.
OB Sven Schulze (50, SPD) gedachte gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde der Opfer der Pogromnacht 1938.  © Sven Gleisberg

Am 9. November vor 84 Jahren tobten sich SS- und SA-Männer auch in Chemnitz aus. Oberbürgermeister Sven Schulze (50, SPD) erinnerte bei einer Gedenkfeier auf dem Stephanplatz an die schrecklichen Ereignisse 1938.

Vor allem an den Brand der dortigen Synagoge und die willkürliche Verhaftung von 186 jüdischen Männern.

Am Folgetag, dem 10. November, erschossen Nazis den Leiter des Kaufhauses Tietz, Hermann Fürstenheim, in seinem Haus in der Weststraße. Im Beisein der Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde, Ruth Röcher (64), zog Sven Schulze Parallelen zur heutigen Judenfeindlichkeit.

Täglich passierten in Deutschland mehr als fünf antisemitische Straftaten, so der OB.

Titelfoto: Sven Gleisberg

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