Ermittlungen gegen Ali T.: Überführen Chatverläufe den "Mangal"-Wirt?

Chemnitz - Schriftliche Nachrichten könnten den "Mangal"-Wirt überführen: Wie die Staatsanwaltschaft Chemnitz erklärte, steckt sie mitten in den Ermittlungen gegen Ali T. (49). Die Vorwürfe: versuchter Mord, Versicherungsbetrug, Brandstiftung (Sachschaden: eine halbe Million Euro).

Gastronom Ali T. (49) soll 2018 sein Restaurant niedergebrannt und die Versicherung betrogen haben. Danach schob er die Tat mutmaßlich Rechtsextremisten in die Schuhe.
Gastronom Ali T. (49) soll 2018 sein Restaurant niedergebrannt und die Versicherung betrogen haben. Danach schob er die Tat mutmaßlich Rechtsextremisten in die Schuhe.  © Haertelpress/Harry Härtel

Konkret wird dem 49-Jährigen zur Last gelegt, 2018 seine eigene Kneipe angezündet zu haben. Damit habe er die 15 Bewohner der Immobilie in Lebensgefahr gebracht und seine Versicherung übers Ohr gehauen.

In der Öffentlichkeit inszenierte sich T. als Opfer eines rechtsextremistischen Anschlags. Nicht nur bei Ministerpräsident Michael Kretschmer (46, CDU) - auch bei Kanzlerin Angela Merkel (67, CDU), die T. 2018 persönlich ihre Anteilnahme aussprach.

Nicht nur gegen Mangal-Wirt Ali T. (49) wird ermittelt. Auch sein mutmaßlicher Komplize Y.E. (Foto) wurde dem Haftrichter vorgeführt.
Nicht nur gegen Mangal-Wirt Ali T. (49) wird ermittelt. Auch sein mutmaßlicher Komplize Y.E. (Foto) wurde dem Haftrichter vorgeführt.  © haertelpress/ Harry Härtel

Im Juli dieses Jahres folgten Hausdurchsuchungen bei Ali T., derzeit in U-Haft, und seinem mutmaßlichen Komplizen Y.E. Nun erklärt die Staatsanwaltschaft auf TAG24-Anfrage, dass bei diesen Durchsuchungen "elektronische Medien und Datenträger sowie schriftliche Unterlagen gefunden" wurden. Deren Auswertung werde "einige Zeit in Anspruch nehmen".

Titelfoto: haertelpress/ Harry Härtel

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