Kein Wasser im Viehbetrieb: Feuerwehr muss hunderte Kühe retten

Lichtenau - Da haben die Kühe noch mal Schwein gehabt ... Weil der Brunnen der Ottendorfer (Lichtenau) Milchviehanlage schlapp machte, drohte 700 Kühen der Tod. Ein 800-Meter-Schlauch der Chemnitzer Feuerwehr half den Viehzüchtern in letzter Not aus der Patsche.

Ein 800 Meter langer Mega-Schlauch der Feuerwehr Chemnitz rettete den Kühen von Jens Müller (46) das Leben.
Ein 800 Meter langer Mega-Schlauch der Feuerwehr Chemnitz rettete den Kühen von Jens Müller (46) das Leben.  © Haertelpress

Seit Jahrzehnten kommt das Wasser der Milchviehanlage in Ottendorf aus einem nahegelegenen Brunnen. Bisher gab's nie Wassermangel. Doch zu Himmelfahrt war der Brunnen plötzlich leer. Vermutlich hat sich das Wasser im ehemaligen Bergbaugebiet einen anderen Weg gesucht.

Ein echter Notfall, denn für die Rinder ist das Wasser überlebensnotwendig. "Eine Milchkuh braucht etwa 100 Liter täglich, um zwischen 60 und 70 Liter Milch produzieren zu können", erklärt Jens Müller (46), Vorstandsvorsitzender der Landwirtschaftsgenossenschaft EG Ottendorf-Krumbach.

Auch die sogenannten Trockensteher und Kälber brauchen Wasser. Bereits nach 24 Stunden wird es kritisch für die Tiere.

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"Nicht zu vergessen ist unser Melkkarrussell, das ohne Wasser nicht funktioniert." Eine schnelle Lösung musste her.

Ganz unbürokratisch war die Feuerwehr Chemnitz zur Stelle. Mit einem 800 Meter langen Schlauch konnte ein Hydrant im Gewerbegebiet angezapft werden.

700 Kühe drohten in den Ställen zu verdursten.
700 Kühe drohten in den Ställen zu verdursten.  © Haertelpress

"Dafür einen großen Dank!" Da das keine Dauerlösung ist, feilen Müller und seine Kollegen am Plan B. "Entweder wir reaktivieren den Brunnen oder gehen ans öffentliche Netz."

Titelfoto: Haertelpress

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