Fleißige Helfer rücken in Chemnitz dem Müll zu Leibe

Chemnitz - Hoffnung auf Umdenken: Die Bürgerplattform Mitte-West und Greenpeace Chemnitz luden Samstagvormittag zum Müllsammeln an den Schloßteich. Etwa 35 Menschen kamen.

Engagiert: Die Chemnitzer Christoph Wohlgemuth (l.) und Werner Steffens packten bei der Müllsammelaktion kräftig mit an.
Engagiert: Die Chemnitzer Christoph Wohlgemuth (l.) und Werner Steffens packten bei der Müllsammelaktion kräftig mit an.  © Kristin Schmidt

"Es ist super, dass so viele Leute gekommen sind", sagt Daniel Schiebel (24) von Greenpeace Chemnitz. Er selbst rechnete mit rund 20 Teilnehmern.

Müll ist ein leidiges Thema des beliebten Schloßteich-Areals. "Die Insel und der Spielplatz werden täglich durch eine beauftragte Firma gereinigt - inklusive Leerung der Papierkörbe. Die äußeren Uferbereiche sowie angrenzende Anlagen werden dreimal wöchentlich gereinigt", so ein Stadtsprecher zu den regulären Säuberungen.

Zu wenig für die Umweltschützer. Schiebel: "Zwar ist das Müllaufkommen in den letzten fünf Jahren konstant geblieben. Konstant schlecht möchten wir aber nicht akzeptieren und hoffen, dass ein Umdenken stattfinden wird."

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Und weiter: "Auch, wenn dahinter meist keine böse Absicht steckt: Müll in der Natur schadet Tieren und Pflanzen, wirkt sich unter anderem negativ auf das Grundwasser aus und wird letzten Endes auch uns Menschen schaden."

Weiß von Müll-Konsequenzen: Daniel Schiebel (24) von Greenpeace Chemnitz.
Weiß von Müll-Konsequenzen: Daniel Schiebel (24) von Greenpeace Chemnitz.  © Kristin Schmidt

Die nächste Müllsammelaktion am Schloßteich soll zum dritten "World Cleanup Day" am 19. September stattfinden. Die letzte mit Greenpeace-Unterstützung war vor der Pandemie in Gablenz, der verschärfte Lockdown verschob das gestrige Großreinemachen.

Titelfoto: Kristin Schmidt

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