Bei Freiberg wird wieder nach Silber gebohrt

Bräunsdorf - Bei Freiberg wird wieder nach Silber gebohrt! 

Geologe Jan Schulz-Isenbeck studierte an der TU Bergakademie Freiberg und untersucht Bohrkerne bei Bräunsdorf.
Geologe Jan Schulz-Isenbeck studierte an der TU Bergakademie Freiberg und untersucht Bohrkerne bei Bräunsdorf.  © Eckardt Mildner

Das Edelmetall wurde in der Region mehr als 750 Jahre abgebaut, bis es ab 1873 an Wert verlor. Wo damals nur an der Oberfläche gekratzt wurde, wird jetzt tiefer gebohrt. 

Das kanadische Unternehmen Excellon Resources könnte mit dem "Silver City Project" den alten Glanz zurückbringen. Die ersten Probe-Bohrungen laufen. 

1000 von möglichen 4700 Metern Gesamtlänge sind schon geschafft. Auf dem 164 Quadratkilometer großen Claim im Nordwesten von Freiberg werden nach und nach 15 Bohr-Löcher mit Diamant-Bohrern in Erde und Fels getrieben. Stoßen die Geologen dabei auf Silber, Zink oder Blei, könnten bis Dezember 2021 zwölf weitere folgen.

"Mit diesen ersten Nadelstichen testen wir, ob sich weitere Bohrungen und das Projekt rechnen", sagt Planer Kersten Kühn.

Robert Zimmermann bereitet am Helmholtz-Institut Freiberg die Bohrkerne für hyperspektrale Untersuchungen vor.
Robert Zimmermann bereitet am Helmholtz-Institut Freiberg die Bohrkerne für hyperspektrale Untersuchungen vor.  © HZDR/Detlev Müller

Die Bohrungen würden mindestens 640.000 Euro kosten. Das Helmholtz Institut Freiberg erhält die Bohrkerne aus 80 bis 450 Metern Tiefe und analysiert sie mit Hyperspektralanalyse. Auch die Mineralsystem-Analyse-Gruppe der TU Bergakademie Freiberg beteiligt sich an den Forschungen.

Titelfoto: Eckardt Mildner, HZDR/Detlev Müller

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