Freiberg und Zwickau setzen auf Lastenfahrräder

Freiberg/Zwickau - Lastenfahrräder als umweltfreundliche Alternative zum Auto - sind sie die Fortbewegungsmittel der Zukunft? In Freiberg wird gerade noch getestet, welcher Transport-Drahtesel am besten für die Nutzer geeignet ist. In Zwickau sind schon jetzt zwei Leih-Lastenräder im Einsatz.

Tom Göpfert (29) absolviert auf dem Campus der TU Freiberg einen Testparcours mit einem dreirädrigen Modell.
Tom Göpfert (29) absolviert auf dem Campus der TU Freiberg einen Testparcours mit einem dreirädrigen Modell.  © Maik Börner

Im Rahmen des vom Bund geförderten Projekts "SteigtUM" veranstaltet das Institut für Maschinenelemente, Konstruktion und Fertigung der TU Freiberg seit Dienstag Tests mit vier verschiedenen Lastenräder-Typen. 

"Die Probanden simulieren eine Einkaufsfahrt mit jedem der Konzepte. Sie fahren einen Parcours, einmal ohne und einmal mit einer 25 Kilogramm schweren Last. Anschließend füllen sie einen Fragebogen aus", sagt Projektleiter Dr. Ringo Nepp (38). 

Nach der Auswertung der Antworten von Psychologen der TU Chemnitz konstruieren und designen die Freiberger Forscher das sicherste Modell. "Anfang 2022 werden die ersten zehn Lastenräder am Bahnhof und an der TU verliehen", sagt Ringo Nepp.

Derweil können die Bewohner im Zwickauer Stadtteil Marienthal ab sofort ihre Einkäufe mit zwei E-Lastenfahrrädern erledigen. Sie stehen wochentags kostenlos in der Mobilstation am Eschenweg zur Ausleihe bereit.

Jens Juraschka (46, l.), Geschäftsführer des Vereins "Gemeinsam Ziele Erreichen", und Erik Höhne (32), Projektmitarbeiter der Stadt, probieren die neuen E-Lastenräder in Zwickau-Marienthal aus.
Jens Juraschka (46, l.), Geschäftsführer des Vereins "Gemeinsam Ziele Erreichen", und Erik Höhne (32), Projektmitarbeiter der Stadt, probieren die neuen E-Lastenräder in Zwickau-Marienthal aus.  © Sven Gleisberg

"Man kann die Räder sogar für den Kleinkindertransport verwenden", sagt Erik Höhne (32), Mitarbeiter im Projekt "Zwickauer Energiewende demonstrieren". 

Titelfoto: Sven Gleisberg

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