Freiberger Stadtarchiv zieht ins Herderhaus

Freiberg - Modernes Stadtarchiv in historischer Hülle: Das "Gedächtnis der Stadt" in Freiberg ist im Rathaus am Obermarkt und auf vier weitere Standorte verstreut. 

Architekt Christoph Frenzel (l.), Oberbürgermeister Sven Krüger (46, parteilos) und Zimmermann Ralf Dechant (54) feiern Richtfest vor dem neuen Dachstuhl.
Architekt Christoph Frenzel (l.), Oberbürgermeister Sven Krüger (46, parteilos) und Zimmermann Ralf Dechant (54) feiern Richtfest vor dem neuen Dachstuhl.  © Ralph Kunz

Ende 2021 soll alles unter einem Dach zu finden sein. Deswegen bauen Freistaat und Stadt das ehrwürdige Herderhaus für 21 Millionen Euro um. Am Montag war Richtfest.

Bei Lagerung und Zugänglichkeit von Archivgut spricht die Stadt derzeit von "teils nur mäßig geeigneten Bedingungen". 

Freiberg will sein dokumentiertes Erbe erhalten und kaufte 2016 das rund 400 Jahre alte Herderhaus. Bei der Entkernung fanden sich historische Elemente, die wieder eingebaut werden sollen. 

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Das Bruchsteinmauerwerk ist wieder fest, ein neuer Dachstuhl wurde aufgesetzt. Auch ein Anbau und eine Tiefgarage werden errichtet.

"August von Herder hätte seine Freude am künftigen Haus. Es ist zeitgemäß, behält aber seinen historischen Charakter", sagt Oberbürgermeister Sven Krüger (46, parteilos).

Das Herderhaus in Freiberg wird für 21 Millionen Euro saniert, umgebaut und erweitert. 2021 zieht das Stadtarchiv ein.
Das Herderhaus in Freiberg wird für 21 Millionen Euro saniert, umgebaut und erweitert. 2021 zieht das Stadtarchiv ein.  © Ralph Kunz

Bis Winter soll das Gebäude durch Fenster und Türen abgedichtet sein.

Titelfoto: Ralph Kunz

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