Fünf-Tage-Streik: Darum bleibt Chemnitz vom Bahn-Chaos verschont

Chemnitz - Seit Donnerstagmorgen herrscht in vielen Teilen Deutschlands Bahn-Chaos. Ausgefallene Züge, wartende Fahrgäste, genervte Gesichter! Grund dafür ist der bundesweite Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) bei der Deutschen Bahn. Doch Chemnitz ist davon kaum betroffen.

Die Mitteldeutsche Regiobahn (MRB) verbindet Chemnitz unter anderem mit Dresden, Leipzig und Zwickau. Vom GDL-Streik ist das Unternehmen nicht betroffen, die Züge fahren nach Plan.
Die Mitteldeutsche Regiobahn (MRB) verbindet Chemnitz unter anderem mit Dresden, Leipzig und Zwickau. Vom GDL-Streik ist das Unternehmen nicht betroffen, die Züge fahren nach Plan.  © privat

Wer von Chemnitz mit dem Zug nach Dresden, Leipzig oder Zwickau fahren möchte, ist in diesen Tagen nicht von den Einschränkungen betroffen.

Der Grund: Auf allen Strecken fährt die Mitteldeutsche Regiobahn (MRB), ein privates Bahnunternehmen, welches seit 2015 die Strecke Chemnitz-Leipzig und seit 2016 die Verbindung Dresden-Zwickau-Hof betreibt.

Da die GDL aktuell nur die Deutsche Bahn bestreikt, fahren die Privatbahnen ohne Einschränkungen. Das bestätigt auch ein Pressesprecher der MRB gegenüber TAG24: "Unsere Züge fahren nach dem Regelfahrplan und sind nicht vom Streik betroffen."

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Ebenfalls nicht betroffen sind die City-Bahnen, die Mittweida, Hainichen, Burgstädt und Stollberg mit der Chemnitzer Innenstadt verbinden.

Bedeutet: Chemnitz ist vom aktuellen Bahn-Streik kaum betroffen! In alle größeren sächsischen Städte kommen die Chemnitzer ohne Probleme. Das große Bahn-Chaos bleibt also aus. Nicht zuletzt, weil Chemnitz bis heute keine Fernverkehrs-Anbindung (ICE, IC) hat.

Im Chemnitzer Hauptbahnhof ist vom GDL-Streik wenig zu spüren.
Im Chemnitzer Hauptbahnhof ist vom GDL-Streik wenig zu spüren.  © privat
Zu Vergleich: So sah es auf der Anzeigetafel im Stuttgarter Hauptbahnhof aus.
Zu Vergleich: So sah es auf der Anzeigetafel im Stuttgarter Hauptbahnhof aus.  © Bernd Weissbrod/dpa

Nur Fahrgäste der Erzgebirgsbahn betroffen

Nur die Erzgebirgsbahn ist vom GDL-Streik betroffen.
Nur die Erzgebirgsbahn ist vom GDL-Streik betroffen.  © Maik Börner

Nur die Fahrgäste der Erzgebirgsbahn sind vom GDL-Streik betroffen, da das Verkehrsunternehmen der Deutschen Bahn gehört. So kommt es auf den Strecken Chemnitz-Cranzahl und Chemnitz-Olbernhau zu Zugausfällen.

Allerdings können Pendler alternativ auf das Busnetz zurückgreifen und so beispielsweise von Annaberg-Buchholz oder Aue direkt nach Chemnitz fahren.

Der GDL-Streik soll bis Dienstagmorgen andauern. Zwar hatte die Bahn der Gewerkschaft kurz vor dem Fünf-Tage-Streik ein Angebot gemacht, dieses lehnte GDL-Chef Claus Weselsky (62) allerdings ab.

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Die GDL kämpft mit ihrem Streik unter anderem für eine bessere Bezahlung der Lokführer sowie eine Corona-Prämie von 600 Euro im laufenden Jahr.

Titelfoto: privat

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