Geflügelpest ausgebrochen: Chemnitz erlässt Allgemeinverfügung für gefährdetes Gebiet

Chemnitz - Nach einem Fall von Geflügelpest in Burgstädt gilt nun auch Chemnitz als gefährdetes Gebiet. Die Stadt hat vorsorglich eine Allgemeinverfügung erlassen.

Die Allgemeinverfügung gilt für Teile im Norden und Westen von Chemnitz.
Die Allgemeinverfügung gilt für Teile im Norden und Westen von Chemnitz.  © Stadt Chemnitz

Die Geflügelpest, auch Vogelgrippe genannt, ist eine sehr ansteckende Viruskrankheit von Hühnern und Puten. Aber auch viele andere Vögel können an der Seuche erkranken. Es gibt nur eine kurze Inkubationszeit und für die Tiere verläuft die Krankheit meist schnell und endet oft tödlich. Ein Kontakt zwischen Menschen und Haustieren zu verstorbenen oder erkrankten Tieren sollte vermieden werden.

Die Allgemeinverfügung, die nun erlassen wurde, gilt für mehrere Bereiche im Norden und Westen von Chemnitz.

Betroffen sind unter anderem die Stadtteile Wittgensdorf, Glösa-Draisdorf, Borna-Hainersdorf, Furth, Röhrsdorf, Schlosschemnitz, Altendorf, Rottluff und Rabenstein. In Grüna gilt die Allgemeinverfügung nördlich der alten Bahnlinie bis zur Pleißaer Straße und östlich der Verbindungslinie Pleißaer Straße, Totenstein und A4.

Sie richtet sich laut einem Stadtsprecher vor allem an Jäger und Halter von Geflügel.

Das müssen Tierhalter beachten

In Burgstädt ist die Geflügelpest ausgebrochen, damit gilt auch Chemnitz als gefährdetes Gebiet. (Symbolbild)
In Burgstädt ist die Geflügelpest ausgebrochen, damit gilt auch Chemnitz als gefährdetes Gebiet. (Symbolbild)  © Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dpa

"Im betroffenen Bereich gelten für die Halter von Geflügel und sonstigen in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln zahlreiche Ge- und Verbote, aber auch Jäger sind von den erlassenen Schutzmaßnahmen betroffen. So ist zum Beispiel die Ausübung der Jagd auf Federwild untersagt", erklärt die Pressestelle der Stadt Chemnitz.

Tierhalter müssen die Art der gehaltenen Vögel und die Anzahl melden. Die Tiere müssen in geschlossenen Ställen und unter Schutzvorrichtungen gehalten werden.

Wenn ein Tier verendet, muss dies ebenfalls angezeigt werden. Was Tierhalter weiter beachten müssen, könnt Ihr auf der Website der Stadt Chemnitz nachlesen.

Wenn tote Wildvögel gefunden werden, sollen entsprechende Meldungen an der Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt gemacht werden. Auch bei Rückfragen kann sich die Bevölkerung an das Amt wenden, unter Telefon 0371/4883901.

Titelfoto: Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dpa, Stadt Chemnitz

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