Autobahnpolizei auf Brummi-Jagd: Im Hubschrauber gegen Lkw-Drängler

Chemnitz - "Luftangriff" der Polizei auf Drängler und Falschfahrer: Mit einem Hubschrauber überwacht die Autobahnpolizei Chemnitz den Lasterverkehr auf der A72, filmte zuletzt 13 Fahrer bei Verstößen. 14 Kollegen am Boden fischten die Trucker dann aus dem Verkehr.

Dieser polnische Trucker (44) konnte seinen aus der Luft gefilmten Verkehrsverstoß am Laptop sehen.
Dieser polnische Trucker (44) konnte seinen aus der Luft gefilmten Verkehrsverstoß am Laptop sehen.  © Sven Gleisberg

Elektronisches Lagezentrum im Neefepark: Mit Computern und Laptops verfolgen die Verkehrspolizisten gespannt die Live-Bilder auf der Autobahn zwischen Hartenstein und Chemnitz-Süd. 

"Hier überholt ein Lastwagen im Überholverbot", sagt Polizeioberkommissar Gunar Schreiber (31), Chef der Autobahnpolizei, zeigt auf den Bildschirm auf seiner Motorhaube.

Da zoomt die Kamera des fliegenden Auges schon auf das Kennzeichen des Volvo aus Litauen. 

Ein Streifenwagen auf der Autobahn sieht das Bild, übernimmt die Verfolgung und lotst den verdutzten Fahrer (47) in den Neefepark. 

Das kostet 70 Euro und einen Punkt. Plus Kontrolle des Fahrtenschreibers, der Ladung, des Fahrzeugs...

Acht Fahrer entdeckten die Luftaufklärer mit zu wenig Sicherheitsabstand (mindestens 50 Meter ab 50 km/h). Strafe: 80 Euro plus ein Punkt. 

Zudem fanden die Beamten bei der Kontrolle zwei Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten, zwei Schnellfahrer und einen Telefonierer am Steuer.

Dieser Eurocopter der Bereitschaftspolizei kreiste vier Stunden über der Autobahn.
Dieser Eurocopter der Bereitschaftspolizei kreiste vier Stunden über der Autobahn.  © Sven Gleisberg
Elektronisches Lagezentrum auf der Motorhaube: Polizeioberkommissar Gunar Schreiber (31, l.) beobachtet die Live-Bilder aus dem Hubschrauber.
Elektronisches Lagezentrum auf der Motorhaube: Polizeioberkommissar Gunar Schreiber (31, l.) beobachtet die Live-Bilder aus dem Hubschrauber.  © Sven Gleisberg
Gestochen scharfe Bilder: Gunar Schreiber verfolgte jedes Fahrmanöver.
Gestochen scharfe Bilder: Gunar Schreiber verfolgte jedes Fahrmanöver.  © Sven Gleisberg

Ein Pole trieb es auf die Spitze: zu wenig Abstand, zu schnell (105 km/h), Lenkzeit überschritten, schlechte Reifen. Der Fahrer musste mehrere Hundert Euro Sicherheitsleistung hinterlegen. 

"Im Vorjahr zählten wir auf diesem Autobahnabschnitt 83 Unfälle nach zu geringem Sicherheitsabstand", erklärt Polizeisprecherin Doreen Göhler (35). "Wir setzen mit solchen Kontrollen auf erzieherische Wirkung."

Titelfoto: Sven Gleisberg

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