Grüna sucht Alternativen für geplantes Alkoholiker-Heim

Chemnitz - Im Grünaer Hof soll ab 2021 ein Wohnprojekt für obdachlose Alkoholiker entstehen. Das lehnen Anwohner ab, unter anderem wegen der Nähe zur Grundschule. 

Orstvorsteher Lutz Neubert (49, FW) hofft auf eine Reaktion zu Alternativ-Standorten aus dem Chemnitzer Rathaus.
Orstvorsteher Lutz Neubert (49, FW) hofft auf eine Reaktion zu Alternativ-Standorten aus dem Chemnitzer Rathaus.  © Maik Börner

Der Ortschaftsrat hat nun drei mögliche neue Ausweich-Standorte empfohlen. Das letzte Wort hat die Verwaltung.

Der Ortschaftsrat schlug eine alte Pension am Bahnhaltepunkt, das leer stehende Ex-Pionierlager in Einsiedel und die Neurologie an der Dresdner Straße vor. Die Neurologie-Alternative scheidet wohl aus, denn das Gebäude soll ab 2022 neu genutzt werden. 

"Was konkret entstehen wird, lässt sich derzeit nicht sagen", teilt das Klinikum mit.

Die Verwaltung will die anderen beiden Standorte prüfen. "Wir sind nicht gegen das Projekt, sondern den Standort", sagt Ortsvorsteher Lutz Neubert (49, FW). 

Sozialbürgermeister Ralph Burghart (50, CDU) entschuldigte sich auf der Ortschaftsratssitzung für die fehlende Kommunikation der Stadt-Absichten. Ortschaftsrat und Sozialausschuss waren nicht eingeweiht. 

Die alte Pension am Bahnhaltepunkt Grüna steht leer. Die Stadt-Verwaltung will prüfen, ob sie als Alternativ-Standort infrage kommt.
Die alte Pension am Bahnhaltepunkt Grüna steht leer. Die Stadt-Verwaltung will prüfen, ob sie als Alternativ-Standort infrage kommt.  © Maik Börner

Es gibt weitere Hürden: Die zwei Verträge des Betreibers Suchtzentrum Leipzig mit dem Hof-Vermieter sowie mit dem Sozialamt sind nur außerordentlich aus wichtigem Grund kündbar. Das geht aus einer Ratsanfrage von Stadträtin Diana Rabe (34, AfD) hervor.

Titelfoto: Maik Börner

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