Über A4 und A14: VW-Fahrer liefert sich 50 Kilometer lange Verfolgungsjagd mit Polizei

Hainichen/Crottendorf - Ein VW-Fahrer hat sich in Mittelsachsen eine kilometerlange Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert und dafür gleich mehrere Anzeigen kassiert.

Die Polizei verfolgte den Fahrer über 50 Kilometer durch Mittelsachsen. (Symbolbild)
Die Polizei verfolgte den Fahrer über 50 Kilometer durch Mittelsachsen. (Symbolbild)  © 123 RF/ Christian Horz

Wie die Polizei am Dienstag mitteilt, war der 34-Jährige am Montagnachmittag auf der B169 in Hainichen unterwegs. Eine Polizeistreife bemerkte den Golf, weil dieser zu schnell fuhr. Als der VW-Fahrer die Polizisten sah, gab er weiter Gas.

"Die Beamten nahmen die Verfolgung Richtung Frankenberg mit bis zu 160 km/h auf und beobachteten, wie der VW-Fahrer mehrfach vorausfahrende Autos mit waghalsigen Manövern, unter anderem in nicht einsehbaren Kurven, überholte", so ein Sprecher der Polizei Chemnitz.

In Frankenberg bog der Fahrer von der B169 auf die A4 ab und raste in Richtung Dresden davon. Am Kreuz Nossen fuhr er auf die A14 in Richtung Leipzig. "An der Anschlussstelle Nossen-Nord verließ der VW-Fahrer die Autobahn wieder, fuhr weiter mit hoher Geschwindigkeit und andere Verkehrsteilnehmer gefährdend die K7521 durch den Döbelner Ortsteil Choren.

Immer noch den Wagen verfolgend beobachteten die Polizisten schließlich am Abzweig zur S35 Richtung Lommatzsch, dass der VW ins Schlingern geriet und in den Straßengraben schleuderte", berichtet die Polizei weiter.

Damit endete die rund 50 Kilometer lange Flucht des Deutschen. Der Mann blieb bei dem Unfall unverletzt. Ein Drogenschnelltest reagierte positiv auf Amphetamine sowie Methamphetamine.

Die Drogen waren aber offenbar nicht der einzige Grund für die Flucht: Die Kennzeichen, die an dem VW angebracht waren, waren gestohlen und der 34-Jährige nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Auch der VW war geklaut. Die Besitzer, eine Firma in Halle, hatten den Diebstahl allerdings noch nicht angezeigt.

Gegen den Verdächtigen wird nun wegen des Verdachts des Diebstahls, Urkundenfälschung (falsche Kennzeichen), Fahrens ohne Fahrerlaubnis, unerlaubten Erwerbs von Betäubungsmitteln sowie Gefährdung des Straßenverkehrs und verbotenen Kraftfahrzeugrennen ermittelt.

Mann liefert sich filmreife Verfolgung mit Polizei

Die Polizei führte in Crottendorf eine Verkehrskontrolle durch. Ein Moped-Fahrer (40) versuchte davor zu flüchten.
Die Polizei führte in Crottendorf eine Verkehrskontrolle durch. Ein Moped-Fahrer (40) versuchte davor zu flüchten.  © Screenshot/Google Maps

Auch im Erzgebirge musste sich die Polizei eine Verfolgungsjagd mit einem Mann (40) liefern. Die Beamten führten eine Verkehrskontrolle in Crottendorf in Höhe des Bahnübergangs Sehmaer Höhe durch. Dabei fiel den Polizisten eine Simson auf. Kaum das der Fahrer den Streifenwagen sah, bog er auf ein Feld ab.

"Die Einsatzkräfte entschlossen sich, den Fahrer zu kontrollieren und nahmen die Verfolgung auf. Am anderen Ende des Feldes konnten die Beamten das Moped einholen. Der Fahrer konnte jedoch schnell vom Kleinkraftrad absteigen, rannte los und stürzte in der Folge einen Hang zum Bahngleis hinab", so die Polizei.

Das Moped rutschte ebenfalls den Hang hinab und überschlug sich mehrfach. "Die beiden Streifenbeamten nahmen zu Fuß die Verfolgung auf und sprangen über mehrere Zäune, um den Flüchtigen zu schnappen. Schlussendlich nach dem dritten Zaun konnte ein Beamter den Fahrer am Bein fassen und zu Boden bringen", berichtet die Polizei.

Der Deutsche hatte sich bei einem Sturz verletzt und musste ins Krankenhaus. Ein Drogenschnelltest reagierte positiv auf Amphetamine. Auch einer der Polizisten wurde bei der Verfolgung verletzt.

Im Zuge der Ermittlungen wurde noch ein Behälter mit Crystal gefunden und beschlagnahmt. Der 40-Jährige hat keine gültige Fahrerlaubnis und die Simson keine Versicherung. Der Mann kassierte insgesamt vier Anzeigen.

Titelfoto: 123 RF/ Christian Horz

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