Kein Ende in Sicht! Zoff um Striegistal-Radweg geht munter weiter

Hainichen - Neue Runde im Streit um den Striegistal-Radweg: Pläne, die ehemalige Bahnstrecke zwischen Hainichen und Roßwein zum Radweg umzubauen, existieren schon seit 2005. Fast genauso lange streiten Gemeinden und Naturschutzverbände.

Dieter Greysinger (55, SPD) würde den Striegistal-Radweg gern weiter bauen lassen.
Dieter Greysinger (55, SPD) würde den Striegistal-Radweg gern weiter bauen lassen.  © Ralph Kunz

Das Verwaltungsgericht Chemnitz kippte nach einer Klage der Grünen Liga das Baurecht für einen Abschnitt zwischen Crumbach und Schlegel.

Hainichens Bürgermeister Dieter Greysinger (55, SPD) poltert: "Es ist mir unverständlich, warum es dreieinhalb Jahre dauert, bis ein Gericht umfangreiche Planungen mit einem Satz einkassiert."

Laut Urteil hätte der Radweg nicht vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr geplant werden dürfen, weil dieses nicht zuständig sei. Die Radwegtrasse liege zu weit von der Bundesstraße entfernt. 

Aufgeben will Greysinger keinesfalls: "Auf der Strecke sind über hundert Jahre Züge gefahren. Warum keine Radfahrer? Ich hoffe, dass wir die Planungsunterlagen des LASuV nutzen dürfen."

Für den Abschnitt zwischen Kratzmühle und Roßwein sollen die Planungen noch dieses Jahr ausgelegt werden. Ein Baubeginn wäre 2022 möglich. Theoretisch. Weil die Trasse durch ein Naturschutzgebiet mit Vorkommen von Schwarzstorch und Fischotter führt, wollen Naturschutzverbände weiter klagen. 

Titelfoto: Ralph Kunz

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