Anklage nach verheerendem Scheunen-Brand erhoben

Halsbücke/Chemnitz - Der verheerende Großbrand von Halsbrücke im vergangenen August wird ein Fall für das Gericht. Die Staatsanwaltschaft Chemnitz hat nun Anklage gegen einen Verdächtigen (31) erhoben.

Die Scheune und das Wohnhaus brannten fast vollständig nieder.
Die Scheune und das Wohnhaus brannten fast vollständig nieder.  © Marcel Schlenkrich

Der Mann, der aus dem Raum Freiberg stammt, steht im Verdacht der schweren Brandstiftung in Tateinheit mit Brandstiftung.

"Er wird beschuldigt, in der Nacht zum 13.8.2020 auf dem Grundstück der Straße Am Forst in Halsbrücke eine Scheune mit einem Brandbeschleuniger in Brand gesetzt zu haben. Hierbei nahm er zumindest billigend in Kauf, dass das Feuer auch auf das angrenzende Wohnhaus übergriff", teilte die Staatsanwaltschaft als Erklärung mit.

Die Scheune und das Haus im Ortsteil Krummenhennersdorf brannten fast vollständig nieder. Als die Feuerwehren in der Nacht am Brandort eintrafen, stand die Scheune bereits in Vollbrand. Weder Menschen noch Tiere wurden bei dem Brand verletzt.

An den Gebäuden entstand ein Schaden von rund 300.000 Euro. Wie hoch der entstandene Inventarschaden ist, steht noch nicht fest.

Der 31-Jährige hat den Tatvorwurf, laut Staatsanwaltschaft, im Wesentlichen gestanden.

Der Verdächtige sitzt seit fast drei Monaten in U-Haft

Ursache für den Brand waren offenbar Streitigkeiten mit seiner ehemaligen Lebensgefährtin sowie den Eltern ihres neuen Freundes, die das Wohnhaus gemietet hatten.

"Bereits wenige Monate zuvor hatte der Angeschuldigte eine tätliche Auseinandersetzung mit dem neuen Freund seiner ehemaligen Lebensgefährtin, außerdem beschädigte er deren Auto und Balkontür", so eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Außerdem hatte der Mann gedroht, das Haus abzubrennen. "Diese Straftaten sind ebenfalls Gegenstand der Anklage."

Der Verdächtige sitzt seit Ende September aufgrund eines Haftbefehls des Amtsgerichts Chemnitz in Untersuchungshaft (TAG24 berichtete). Ein Termin für die Hauptverhandlung steht noch nicht fest.

Titelfoto: Marcel Schlenkrich

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