Heute EM-Start: Hier gibt's in Chemnitz trotz Corona Public Viewing

Chemnitz - Das lange Warten für Fußball-Fans hat ein Ende: Nach der coronabedingten Absage im vergangenen Jahr beginnt am Freitagabend mit dem Eröffnungsspiel Türkei gegen Italien endlich die EM. Dank niedriger Infektionszahlen (7-Tage-Inzidenz am Donnerstag nur noch 11,0) ist sogar Public Viewing in Chemnitz erlaubt. Welche Angebote es dazu in der Stadt gibt, verrät TAG24.

Sindy Taizs (36) und Danny Wiedemann (46) vom Miramar freuen sich auf die EM.
Sindy Taizs (36) und Danny Wiedemann (46) vom Miramar freuen sich auf die EM.  © Sven Gleisberg

Zunächst die schlechte Nachricht: Auf die beliebte Fanmeile von exclusiv events in der Innenstadt mit XXL-LED-Wänden sowie Grill- und Bierständen müssen die Chemnitzer in diesem Jahr verzichten.

"Es ist schmerzhaft. Aber wir wollten das Erlebnis ganz oder gar nicht", bedauert Veranstalter Sven Hertwig (50). Bei der Stadt sind bislang auch keine anderen Anmeldungen für ein größeres Open Air zur EM eingegangen.

Fußball gucken mit Freunden ist aber in verschiedenen Restaurants problemlos möglich. André Gruhle (47, Miramar, Pelzmühle, Diebels Fasskeller, Hans im Glück) überträgt in all seinen Gaststätten die im Free-TV gezeigten EM-Spiele.

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"Im Miramar gibt es im Biergarten eine große LED-Wand. In zwei Holzhütten kann man sich Essen und Getränke holen. Außerdem sind ein paar Überraschungen für die Fans geplant."

Für seine anderen Restaurants schaffte sich der Wirt neue 65-Zoll-Monitore an.

Im Miramar wird die große LED-Wand aufgebaut.
Im Miramar wird die große LED-Wand aufgebaut.  © Sven Gleisberg
Robert Köhler (32), Restaurantleiter in der Pelzmühle, präsentiert einen extra für die EM neu angeschafften Monitor.
Robert Köhler (32), Restaurantleiter in der Pelzmühle, präsentiert einen extra für die EM neu angeschafften Monitor.  © Sven Gleisberg

Public Viewing auch auf dem Chemnitzer Uferstrand

Kevin Weigel (22) und Chef Henrik Bonesky (46, r.) stellen am Uferstrand die Liegestühle für das Public Viewing raus.
Kevin Weigel (22) und Chef Henrik Bonesky (46, r.) stellen am Uferstrand die Liegestühle für das Public Viewing raus.  © Sven Gleisberg

Pünktlich zum EM-Auftakt startet am Freitag auch der Uferstrand in der Falkestraße in die Sommersaison. Auf einer gemieteten 4x4-Meter-LED-Wand sind alle Partien der deutschen Mannschaft sowie die Spiele, die während der Öffnungszeiten (Mittwoch bis Samstag ab 15, Sonntag ab 14 Uhr) laufen, zu sehen.

Chef Henrik Bonesky (42) freut sich, dass endlich wieder Leben in die Innenstadt einkehrt: "Die Leute haben das vermisst."

Ein weiterer Anlaufpunkt für Public Viewing ist das "Brazil" in der Inneren Klosterstraße. Auf der Terrasse können die Gäste die Begegnungen auf fünf Fernsehern verfolgen.

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Turmbrauhaus-Inhaber André Donath (56) schaltet nur einen Monitor im Innenbereich an, plant auch sonst keine größeren EM-Aktionen. "Die Mitarbeiter haben momentan genug andere Aufgaben. Außerdem wollte ich mich nach dem letzten Desaster mit unserem Bundestrainer zurückhalten."

Bei der WM 2018 in Russland schieden Jogis Jungs bereits in der Vorrunde aus. Dieses Jahr beschert das DFB-Team den Zuschauern hoffentlich wieder mehr Glücksmomente.

Turmbrauhaus-Chef André Donath (56) wird die Spiele nur auf einem Bildschirm zeigen.
Turmbrauhaus-Chef André Donath (56) wird die Spiele nur auf einem Bildschirm zeigen.  © Kristin Schmidt

Public Viewing: Das sind die Regeln

Einen negativen Test braucht man für einen Restaurant-Besuch zwar nicht mehr, dennoch sind am Freitag beim Public Viewing zum EM-Eröffnungsspiel weiterhin einige Regeln zum Schutz vor dem Coronavirus zu beachten.

Aktuell dürfen sich nur zehn Personen aus unterschiedlichen Haushalten treffen, wobei Kinder bis 14 Jahren, vollständig Geimpfte und Genesene nicht mitzählen. Ein Mindestabstand von 1,50 Meter zu anderen Gästen muss eingehalten werden. Ist dies nicht möglich, besteht auch im Freien Maskenpflicht.

Die Kontaktnachverfolgung bleibt für die Gastronomen zunächst bestehen.

Titelfoto: Sven Gleisberg

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