In diese Pyramide ziehen jetzt Insekten und Vögel ein

Chemnitz - Hölzerne WG für Larven, Insekten und Vögel: Am Stiftsweg in Ebersdorf hat die Naturschutzbehörde eine vier Meter hohe und fast sechs Tonnen schwere Totholz-Pyramide errichtet.

Jens Börner (56, l.) und Christian Winkler (35) von der Naturschutzbehörde sowie Charlie (7) von der AG Naturentdecker an der Totholz-Pyramide in Ebersdorf.
Jens Börner (56, l.) und Christian Winkler (35) von der Naturschutzbehörde sowie Charlie (7) von der AG Naturentdecker an der Totholz-Pyramide in Ebersdorf.  © Kristin Schmidt

Dafür wurden drei notgefällte Linden aus Röhrsdorf vor dem Schredder gerettet. Der Mittelstamm ist etwa 300 Jahre alt und hohl. 

Das künstliche Biotop soll holzfressende Käfer und holzbrütende Insekten anlocken. Amseln, Spechte und Meisen können dort Snacks oder Nistplätze finden.

In gut 20 Jahren wird nur noch ein Haufen übrig sein: "Totholz ist fast so bedeutend wie lebende Bäume. Auch im Privatgarten kann ein toter Stamm stehen gelassen werden", sagt Abteilungsleiter Jens Börner (56). 


Morsche, hohle Stämme sind perfekter Lebensraum für Pilze, Flechten, Larven, Insekten und Vögel.
Morsche, hohle Stämme sind perfekter Lebensraum für Pilze, Flechten, Larven, Insekten und Vögel.  © Kristin Schmidt

Sein Mitarbeiter Christian Winkler (35) hat für 700 Euro Transport und Bau organisiert: "Sie ist als Kunstobjekt deklariert. Für eine höhere Pyramide hätten wir eine Baugenehmigung gebraucht", sagt er schmunzelnd.

Titelfoto: Kristin Schmidt

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