Integrationskurs nähte Masken für Bedürftige

Chemnitz - Nase-Mundschutz-Masken für Obdachlose und Bedürftige! 15 Integrationskurs-Teilnehmer des Berufsförderung Networks nähten seit März freiwillig fast 1000 Masken.

Karitative Kooperation: Dietmar Böhme (61, l.), Christiane Fiedler (60), Cornelia Utech (52), Jürgen Fischer (60) und Franziska Müller (26) mit Nase-Mundschutz-Masken.
Karitative Kooperation: Dietmar Böhme (61, l.), Christiane Fiedler (60), Cornelia Utech (52), Jürgen Fischer (60) und Franziska Müller (26) mit Nase-Mundschutz-Masken.  © Maik Börner

Sozialamt und Jobcenter hatten die Ein-Euro-Jobs vermittelt. Gestern wurden 50 Masken an das Obdachlosenheim und 100 an die Tafel Chemnitz überreicht.

"Hilfsbedürftige Menschen müssen am öffentlichen Leben teilnehmen können. Ich hoffe, dass die Masken-Produktion zum Dauerauftrag für die nächsten Wochen wird", sagt Sozialamtsleiterin Cornelia Utech (52).

Die Zeit war nicht leicht für die fleißigen Helfer aus Russland, Afghanistan, dem Libanon, Vietnam und Deutschland.

"Die psychische Belastung war wegen Ausganssperre und Polizeikontrollen sehr hoch. Wir haben Passierscheine ausgestellt. Gesundheit war oberstes Gebot. Bei Unwohlsein blieb sie oder er zu Hause", sagt Projektleiter Jürgen Fischer (59) vom BFNW.

Sein Verein sei für die da, für die es oft nicht weitergeht. Die hätten jetzt bewiesen, dass sie viel wert sind und viel können.

Abdul aus Afghanistan arbeitet in der Nähwerkstatt des Berufsförderung Networks Chemnitz für Obdachlose und Tafel-Kunden.
Abdul aus Afghanistan arbeitet in der Nähwerkstatt des Berufsförderung Networks Chemnitz für Obdachlose und Tafel-Kunden.  © Franziska Müller

"Jede noch so kleine Hilfe ermöglicht uns, für die schwächsten der Schwachen da zu sein", dankt Dietmar Böhme (61) von der Obdachlosenhilfe. Alle Akteure hätten dem Heim schnell und unbürokratisch geholfen. Geschäftsführerin Christiane Fiedler (60) freut sich über die Masken:

"Die Tafel-Kunden haben kein Geld, um Masken zu kaufen. Wir verteilen sie - solange der Vorrat reicht". Bei den Abhol-Touren an den Supermärkten sammeln die Tafel-Helfer weniger Lebensmittel ein. Trotzdem hat die Tafel Chemnitz dienstags bis freitags von 10 bis 13 Uhr auf.

Titelfoto: Franziska Müller

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