Saisonstart in den kleinen Freizeitparks fällt flach: Kampf ums Überleben!

Lichtenau/Lichtenstein/Oederan - Viel Sonne und Temperaturen um die 20 Grad Celsius: Pünktlich zum Start der Sommersaison ist Bombenwetter angekündigt! 

Modellbauerin Antje Hempel (60) restauriert die Siegessäule in der Miniwelt.
Modellbauerin Antje Hempel (60) restauriert die Siegessäule in der Miniwelt.  © Kristin Schmidt

Doch der Sonnenlandpark Lichtenau, die Miniwelt Lichtenstein und das Klein-Erzgebirge Oederan bleiben wegen Corona dicht - auch über Ostern. 

Die kleinen Freizeitparks kämpfen ums Überleben.

"Es werden bis zu 40 000 Besucher fehlen", sagt Manuela Schleith (49), Geschäftsführerin im Sonnenlandpark. 

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Die ausbleibenden Einnahmen würden momentan aus Reserven und einer strikten Kosteneinsparung aufgefangen. 

"Die Mitarbeiter sind teilweise in Kurzarbeit oder bauen Überstunden ab." Vorbereitende Maßnahmen im Park ruhen. 

"Ich wünsche mir, dass wir Anfang Mai wieder aufmachen können. Die Gäste erwartet zum Beispiel ein neues tolles Kinderkarussell."

In der Miniwelt Lichtenstein läuft die Saisonvorbereitung weiter auf Hochtouren. 

Geschäftsführerin Manuela Schleith (49) steht am neuen Kinderkarussell im Sonnenlandpark.
Geschäftsführerin Manuela Schleith (49) steht am neuen Kinderkarussell im Sonnenlandpark.  © Maik Börner
Helga Müller (64) bringt die buddhistische Tempelanlage in der Miniwelt auf Vordermann.
Helga Müller (64) bringt die buddhistische Tempelanlage in der Miniwelt auf Vordermann.  © Kristin Schmidt
Claudia Schmidt (54) kann derzeit keine Gäste in der Miniwelt Lichtenstein begrüßen.
Claudia Schmidt (54) kann derzeit keine Gäste in der Miniwelt Lichtenstein begrüßen.  © Kristin Schmidt

Spenden erbeten: "Keine Einnahmen, nur Ausgaben" für Klein-Erzgebirge Oederan

Horst Drichelt (70), Vereinsvorsitzender des Klein-Erzgebirge, arbeitet an einem neuen Areal im Park.
Horst Drichelt (70), Vereinsvorsitzender des Klein-Erzgebirge, arbeitet an einem neuen Areal im Park.  © Kristin Schmidt

"Wir erledigen jetzt Dinge, die wir sonst nicht geschafft hätten", sagt Sprecherin Claudia Schmidt (54).

"Zum Beispiel die Restaurierung der Siegessäule." Trotzdem trifft die Krise auch die Miniwelt hart.

"Das komplette Ostergeschäft entfällt, das kann man nicht abfedern. Es tut weh. Wir werden vom Staat angebotene Hilfen in Anspruch nehmen."

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Auch Horst Drichelt (70), Vereinsvorsitzender des Klein-Erzgebirge Oederan beklagt: "Wir haben momentan gar keine Einnahmen, nur Ausgaben." Deshalb bittet der Miniaturpark auf startnext.com um Spenden. "

Das Klein-Erzgebirge ist etwas Besonderes und muss erhalten bleiben", so Drichelt.

Titelfoto: Kristin Schmidt

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