Klinikum Chemnitz: Erste Mitarbeiter und Ärzte werden gegen Corona geimpft

Chemnitz - Ein historischer Tag: Endlich wird in Deutschland geimpft. Auch das Klinikum Chemnitz startete am Sonntag mit den ersten Corona-Impfungen.

Dr. Thomas Grünewald (links) beim Impfen des Kaufmännischen Geschäftsführers Dirk Balster im Klinikum Chemnitz.
Dr. Thomas Grünewald (links) beim Impfen des Kaufmännischen Geschäftsführers Dirk Balster im Klinikum Chemnitz.  © Klinikum Chemnitz

Am Sonntagvormittag wurden insgesamt 40 bis 50 Mitarbeiter des Klinikums gegen das Coronavirus geimpft.

Darunter der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Johannes Schweizer, Pflegedirektorin Ines Haselhoff, Dr. med. Thomas Grünewald, Leiter der Klinik für Infektions- und Tropenmedizin und Leiter der Sächsischen Impfkommission (SIKO).

Auch TV-Arzt Carsten Lekutat (49), bekannt aus der MDR-Sendung "Hauptsache gesund", ließ sich eine Spritze verabreichen.

Mit dabei: Ein TV-Team des Mitteldeutschen Rundfunks, welches Aufnahmen zur nächsten Sendung am 7. Januar für die Sendung "Hauptsache gesund" fertigte.

Die ersten 40 bis 50 Impfungen seien als Probedurchlauf für die Reihenimpfungen der Mitarbeiter gedacht, die am Montag beginnen sollen.

Dafür wurde im Klinikum ein eigenes Impfzentrum eingerichtet.

Auch Dr. med. Thomas Grünewald, Leiter der Sächsischen Impfkommission, ließ sich am Sonntag mit dem neuartigen Impfstoff von Biontech/Pfizer impfen.
Auch Dr. med. Thomas Grünewald, Leiter der Sächsischen Impfkommission, ließ sich am Sonntag mit dem neuartigen Impfstoff von Biontech/Pfizer impfen.  © Kristin Schmidt

Klinikum Chemnitz plant 80 bis 100 Impfungen pro Tag

Im Klinikum Chemnitz sollen pro Tag 80 bis 100 Personen gegen Corona geimpft werden.
Im Klinikum Chemnitz sollen pro Tag 80 bis 100 Personen gegen Corona geimpft werden.  © Sven Gleisberg

Zunächst sollen die Mitarbeiter geimpft werden, die die unmittelbar an der Behandlung von Corona-Patienten beteiligt sind, heißt es. Mitte Januar, wenn die zweite Impfstoff-Lieferung eingetroffen ist, sollen weitere Mitarbeiter folgen. Vorerst sind 80 bis 100 Impfungen pro Tag geplant.

"Es ist wichtig, dass sich so viele Mitarbeiter wie möglich impfen lassen", sagt Dr. Grünewald, der die Impfungen koordiniert: "Damit verringert sich die Zahl derer, die aufgrund einer COVID-19-Erkrankung ausfallen, und die medizinische Versorgung der Patienten nachhaltig stabilisiert werden kann."

Auch eine Impfung von Personen mit überstandener Infektion sei medizinisch sinnvoll, so der Mediziner. Eine Kombination aus Impfung und durchgemachter Infektion würde den Schutz verstärken.

Am Montag soll der neuartige Impfstoff von Biontech/Pfizer in ganz Sachsen an Senioren und Mitarbeiter von Pflegeheimen zu Verfügung stehen. Bereits am Sonntag wurde in einigen Pflegeheimen bereits geimpft, eine 85-Jährige war die erste Sächsin, die die Impfung bekam (TAG24 berichtete).

Mitte Januar plant die Landesregierung den Betrieb der dreizehn Impfzentren im Freistaat zu starten. Erste Impftermine sollen Anfang Januar an über 80-Jährige vergeben werden. Wenn die Impfzentren geöffnet sind, könnten in Sachsen bis zu 13.000 Menschen pro Tag geimpft werden.

Titelfoto: Sven Gleisberg, Klinikum Chemnitz

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