Kult-Motorrad "KS1": Neuer Renner im Chemnitzer Fahrzeugmuseum

Chemnitz - Das Sächsische Fahrzeugmuseum in Chemnitz durfte einen ganz besonderen Gast begrüßen: das einzigartige Renn-Motorrad "KS1". Chemnitzer DKW-Ingenieure hatten die außergewöhnliche Maschine einst mitentwickelt für den Rennfahrer Kurt Kuhnke (1910-1969).

Frieder Bach (77) präsentiert den einzigartigen Neuzugang im Fahrzeugmuseum.
Frieder Bach (77) präsentiert den einzigartigen Neuzugang im Fahrzeugmuseum.  © Erz-Foto/Georg Ulrich Dostmann

Die DKW-Spezialisten tüftelten nach dem Zweiten Weltkrieg an einem Gegenkolbenmotor mit Kompressor für die Sowjetunion.

"Das stellte damals den höchsten Stand der Zweitakt-Technik dar", erklärt Frieder Bach (77), Gründer des Fahrzeugmuseums.

Im Herbst 1949 bretterte Kurt Kuhnke zum ersten Mal mit der KS1 über die Rennstrecke. Mit ihren 45 PS bei einem Gewicht von etwa 145 Kilogramm erreichte die KS1 mehr als 170 km/h. Doch 1952 kam in der DDR das Kompressorverbot.

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"Das war das Aus für die KS1 und die Karriere von Kurt Kuhnke", sagt Frieder Bach.

Das Fahrzeugmuseum bekam die KS1 als Leihgabe von "Audi Tradition", der Oldtimer-Sparte des Konzerns aus Ingolstadt - vorerst auf unbestimmte Zeit.

Titelfoto: Erz-Foto/Georg Ulrich Dostmann

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