Chemnitzer Kunst-Biennale kommt zurück: "Pochen" macht die Treuhand zur Kunst

Chemnitz - Nach 2018 findet die multimediale "Pochen"-Schau dieses Jahr zum zweiten Mal in Chemnitz statt. Vom 22. Oktober bis 1. November dreht sich im Wirkbau alles um das Thema Treuhandanstalt. Die Veranstalter erwarten 20 internationale Künstler.

Projektleiter Benjamin Gruner (31, 1.v.l.)
Projektleiter Benjamin Gruner (31, 1.v.l.)  © Mark Frost

30 Jahre nach der Wiedervereinigung war für die "Pochen"-Macher die Zeit reif für das Thema Integration von Ost in West: "Das Thema liegt tatsächlich auf der Hand. Wie schon bei der 'Wismut'-Ausstellung versuchen wir, Zeitgeschichte künstlerisch darzustellen. Das bewegt die Menschen", sagt Projektleiter Benjamin Gruner (31).

Geplant sind 20 Positionen in dem ehemaligen Textilmaschinenwerk. Der Fokus liegt bei "Pochen" wie immer auf Multimedialität: Fotos, Licht-Installationen, Audiobeiträge und vieles mehr. Nicht nur die Kunst, auch die Verarbeitung ist den Machern wichtig. Diskussionen, Vorträge, Lesungen sind ebenfalls Teil der Schau.

"Mit Detlef Scheunert wird der einzige Ostdeutsche im Direktorium der Treuhandanstalt zu Gast sein", so Gruner. 

Zusätzlich gibt es Begleitausstellungen in Chemnitzer Museen.

Der Wirkbau ist Schauplatz der diesjährigen Pochen-Schau.
Der Wirkbau ist Schauplatz der diesjährigen Pochen-Schau.  © Kristin Schmidt
Die Treuhand hat die Volkseigenen Betriebe der DDR nach der Wende in die Soziale Marktwirtschaft überführt.
Die Treuhand hat die Volkseigenen Betriebe der DDR nach der Wende in die Soziale Marktwirtschaft überführt.  © imago images/Haertelpress

In Vorbereitung auf "Pochen" sind die Chemnitzer aufgerufen, ihre eigenen Geschichten und Sammelobjekte in Bezug auf die Treuhandanstalt einzureichen. In diesem Kontext sollen die Werte Vertrauen, Empathie und Selbstverwirklichung im Fokus stehen.

Alles Weitere unter: www.pochen.eu

Titelfoto: imago images/Haertelpress

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