Halbzeit-Bilanz! So läuft der Sommer, den keiner je vergisst

Chemnitz - Zur Hälfte sind die Sommerferien rum. Während die Gastro-Branche sich allmählich erholt, haben andere nach wie vor mit den Corona-Auswirkungen zu kämpfen.

Mit Abstand(sregeln) weniger Besucher: Auch die Filmnächte auf den Theaterplatz kämpfen im Ausnahme-Jahr 2020.
Mit Abstand(sregeln) weniger Besucher: Auch die Filmnächte auf den Theaterplatz kämpfen im Ausnahme-Jahr 2020.  © Toni Kretschmer/Filmnächte Chemnitz

Dass der Pandemie-Sommer es in sich hat, zeigt sich in den städtischen Freibädern. Bis letzten Sonntag schauten in Gablenz, Wittgensdorf und Einsiedel insgesamt 29 501 Badegäste vorbei. Weniger als halb so viele wie zur selben Zeit 2019 (66 057). 

So konnte das Freibad Einsiedel erst drei Wochen später als letztes Jahr eröffnen. Auch Hygienekonzepte deckeln. "Der Besucherrückgang ist aber nicht nur corona-, sondern auch witterungsbedingt zu erklären", heißt es dazu von der zuständigen Abteilung Bäder im Sportamt.

Auch auf dem Markt erfreuen sich Menschen an entsprechender Nässe. "Wir sind sehr erfreut, dass wir bisher an allen Weindorf-Abenden ausgebucht sind und auch tagsüber die freien Plätze mit Freude angenommen werden", schildert Christin Hultsch (32) vom Veranstalter "Catering AS". Dieser geht 2020 jedoch von 50 Prozent weniger Gästen aus, da nur 680 Sitzplätze angeboten werden dürfen. 

Ähnlich ist es auf dem Theaterplatz. "Nach gelaufenen 44 Veranstaltungstagen haben wir 2020 rund 7 200 Besucher, letztes Jahr etwa 15 000", erläutert Filmnächte-Leiter Michael Claus (42).

Das Biergarten-Geschäft brummt

Volle Biergärten (hier am Fasskeller), volle Kassen: Das Gastro-Gewerbe erholt sich derzeit etwas.
Volle Biergärten (hier am Fasskeller), volle Kassen: Das Gastro-Gewerbe erholt sich derzeit etwas.  © Kristin Schmidt

"Das Tagesgeschäft läuft ausgezeichnet, kommt locker auf das Vorjahresniveau", freut sich Turmbrauhaus-Chef André Donath (55). 

Er bietet auf dem Neumarkt rund 350 Außenplätze. Ebenso viele hat André Gruhle (46) vom "Diebels Fasskeller" am Stadtfluss Chemnitz. Auch hier brummt das Biergarten-Geschäft: "Das liegt auch an Menschen, die daheim blieben - und Touristen, die wieder da sind", so Gruhle. 

Das Uferstrand-Team in der Falkestraße schöpft ebenfalls Hoffnung: "Die Saison ging sehr schleppend los, auch weil viele verhalten und verunsichert waren. Mit den Lockerungen ging es aber bergauf."

Badespaß im Freibad Einsiedel. Kann die derzeitige Hitze für einen Besucherschub bei den Freibädern sorgen?
Badespaß im Freibad Einsiedel. Kann die derzeitige Hitze für einen Besucherschub bei den Freibädern sorgen?  © Ralph Kunz
Gönnen sich Weindorf-Weißwein: Katja Schnabel (24) und Julia Gundelfinger (24, r.).
Gönnen sich Weindorf-Weißwein: Katja Schnabel (24) und Julia Gundelfinger (24, r.).  © Kristin Schmidt
Gut besucht und auch sonst ausgebucht: Das wegen der Pandemie und den damit verbundenen Auflagen stark reduzierte Weindorf ist sehr beliebt.
Gut besucht und auch sonst ausgebucht: Das wegen der Pandemie und den damit verbundenen Auflagen stark reduzierte Weindorf ist sehr beliebt.  © Kristin Schmidt

Weiter zweistelliges Minus in den Einkaufsstraßen

Die Einkaufsmeilen darben derweil weiter. "Wir haben immer noch ein zweistelliges Defizit bei der Laufkundschaft", sagt Thomas Stoyke (38), Manager des Chemnitz Centers. Er setzt auf den Herbst: "Ein Hoffnungsschimmer sind die vier verkaufsoffenen Sonntage."

Geplante Tage: 27. September, 8. und 29. November sowie 13. Dezember. Der Stadtrat muss sie noch bestätigen. 

Titelfoto: Bildmontage: Ralph Kunz, Kristin Schmidt

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