"Ein Glücksfall! ": 49 Werke von Schmidt-Rottluff für Chemnitzer Sammlung

Chemnitz - Die Kunstsammlungen Chemnitz bekommen im 100. Jahr ihres Bestehens prominenten Zuwachs - als Dauerleihgabe. Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die örtliche Sparkasse haben eine Kollektion kunsthandwerklicher Arbeiten des "Brücke"-Künstlers Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976) aus Privatbesitz für das Museum angekauft.

Stephan Scholz (Vorstandsvorsitzender Die Freunde der Kunstsammmlungen Chemnitz e. V. ), Friedrich-Wilhelm von Rauch (Geschäftsführer und Stiftungsdirektor Ostdeutsche Sparkassenstiftung), Antje Neumann-Golle (Kuratorin Textil- und Kunstgewerbesammlung), Michael Kreuzkamp (Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Chemnitz) und Frédéric Bußmann (Generaldirektor der Kunstsammlungen Chemnitz) am Mittwoch in den Kunstsammlungen.
Stephan Scholz (Vorstandsvorsitzender Die Freunde der Kunstsammmlungen Chemnitz e. V. ), Friedrich-Wilhelm von Rauch (Geschäftsführer und Stiftungsdirektor Ostdeutsche Sparkassenstiftung), Antje Neumann-Golle (Kuratorin Textil- und Kunstgewerbesammlung), Michael Kreuzkamp (Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Chemnitz) und Frédéric Bußmann (Generaldirektor der Kunstsammlungen Chemnitz) am Mittwoch in den Kunstsammlungen.  © Kristin Schmidt

Generaldirektor Frédéric Bußmann sprach am Mittwoch von einem Glücksfall. Die Sammlung ergänze "auf wunderbare Weise" den Gemälde- und Grafikbestand von Schmidt-Rottluff, so dass dieser nun "in allen Facetten seines Schaffens auch angemessen in Chemnitz präsentiert werden" könne.

Zu den insgesamt 49 Werken gehören Steinschnitte, Schmuck sowie Werke aus Horn, Holz und Metall, die zwischen 1912 und 1953 entstanden, aber auch eine Kette, die der Maler und Grafiker für seine Freundin und Förderin Rosa Schapira fertigte, oder eine Skizze zum Gemälde "Seehofallee", das sich im Chemnitzer Bestand befindet.

Das Ehepaar Peters zählte zu den frühesten Förderern des Künstlers. Von der engen und auch familiären Verbundenheit zeugen sehr persönliche Werke wie das in Stein geritzte Porträt von dessen Tochter Roswita und ein für sie gefertigtes Theaterkostüm.

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Die Kunstsammlungen Chemnitz waren "Impulsgeber für die Moderne" und es sei daher zwingend gewesen, die Sammlung Peters für sie zu sichern, sagte Friedrich-Wilhelm Rauch, Geschäftsführer der Ostdeutschen Sparkassenstiftung.

"Sie dokumentiert in berührender Weise nach langer Zeit wiederzuentdeckende Seiten von Karl Schmidt-Rottluff, dem großen Sohn der Stadt."

Der aus Rottluff, einem heutigen Stadtteil von Chemnitz, stammende Maler und Grafiker gilt als ein Klassiker der Moderne und einer der wichtigsten Vertreter des Expressionismus.

Titelfoto: Kristin Schmidt

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