Wegen Corona alles auf Eis: So trauert die Oper um ausgefallenen Mozart-Abend

Chemnitz - Es sind traurige Zeiten für Theaterfans: Eigentlich sollte am Freitagabend die große Mozart-Premiere "Die Entführung aus dem Serail" gefeiert werden. Doch wegen der Corona-Pandemie musste die Spielzeit vorzeitig beendet und die Premiere verschoben werden. 

Die Theatersaison 2019/2020 musste vorzeitig beendet werden, dadurch fallen auch mehrere Premieren aus. (Archivbild)
Die Theatersaison 2019/2020 musste vorzeitig beendet werden, dadurch fallen auch mehrere Premieren aus. (Archivbild)  © Peter Zschage

Unter dem Titel "Auf Eis!" erinnern die Theater Chemnitz auf ihren Social-Media-Kanälen mit einem bitter-süßen Video an die ausgefallene Premiere. "Eigentlich würden wir heute bei Sektglas und Brezel in der Oper Chemnitz zur Premiere von 'Die Entführung aus dem Serail' zusammenkommen und einen wunderbaren Mozart-Abend genießen. Doch leider kommt es eben manchmal anders ...", schreiben die Theater zu dem Post.

Zu sehen ist ein Scherenschnitt mit einer angedeuteten Bühnengestaltung und zwei Sängern in historischen Kostümen. Dazu erklingt aus dem zweiten Akt der Oper "Ach Belmonte, ach mein Leben".

Doch nach wenigen Sekunden bricht die Musik ab, das Bild friert ein, ein hustender Eisläufer fährt in die Szene und "räumt" die Darsteller weg, der Vorhang schließt sich.

Am Ende des kurzen Films erfährt der Zuschauer noch, dass die Premiere nicht komplett ausgefallen, sondern auf den Dezember 2021 verschoben ist.

"Die Entführung aus dem Serail" ist nicht die einzige Premiere, die die Theater Chemnitz wegen der Corona-Krise verschieben mussten. Eigentlich sollte im März die Oper "Carmen" und das Ballett "Othello" Premiere feiern und im Schauspielhaus war "Der Drache" in Vorbereitung.

Titelfoto: Peter Zschage

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