"Stasikomödie" ist das Ende der DDR-Triologie: Chemnitz rollt den roten Teppich aus

Chemnitz - Nach "Sonnenallee" und "NVA" kommt am Donnerstag "Stasikomödie" als dritter Teil und Abschluss der DDR-Trilogie von Leander Haußmann (62) bundesweit in die Kinos. Am Sonntag feierte der Streifen in Chemnitz Premiere.

Henry Hübchen (75) agiert im Film als eigenwilliger Stasi-Offizier.
Henry Hübchen (75) agiert im Film als eigenwilliger Stasi-Offizier.  © Constantin Film

Im Film geht es um einen jungen Mann, der Anfang der 80er beim MfS als Spitzel angeheuert wird. Der gebürtige Chemnitzer Jörg Schüttauf (60) spielt dabei den Stasi-Spitzel Ludger Fuchs, der sich in Rückblenden an seine Tätigkeit beim MfS in Berlin erinnert.

Der jüngere Ludger wird von David Kross (31) gespielt. Henry Hübchen (75) spielt Ludgers Stasi-Vorgesetzten. Antonia Bill (34) verkörpert Ludgers Jugendliebe und spätere Ehefrau Corinna.

Während Ludger innerhalb des MfS in der Hierarchie aufsteigt, wächst er gleichzeitig in der Künstler- und Dissidentenszene des Prenzlauer Berges zu einem gefeierten Schriftsteller heran.

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Bei der Premiere am Sonntag in Chemnitz waren Regisseur Leander Haußmann, Antonia Bill und Henry Hübchen zu Gast. Auch einige Chemnitzer kamen, um sich Haußmanns neuen Streifen anzuschauen.

Regisseur Leander Haußmann (62, l.), Antonia Bill (34, M.) und Henry Hübchen (75) waren bei der Chemnitzer Premiere von "Stasikomödie" anwesend.
Regisseur Leander Haußmann (62, l.), Antonia Bill (34, M.) und Henry Hübchen (75) waren bei der Chemnitzer Premiere von "Stasikomödie" anwesend.  © Uwe Meinhold

Nach der Stasikomödie folgt ein Film im Erzgebirge

Der Chemnitzer Schauspieler Jörg Schüttauf (60) spielt in "Stasikomödie" einen gefeierten Schriftsteller, der mit seiner MfS-Vergangenheit konfrontiert wird.
Der Chemnitzer Schauspieler Jörg Schüttauf (60) spielt in "Stasikomödie" einen gefeierten Schriftsteller, der mit seiner MfS-Vergangenheit konfrontiert wird.  © Constantin Film

Auf die Frage, warum er ausgerechnet eine Komödie über die Stasi gedreht habe, antwortet Leander Haußmann: "Es gibt über alle Geheimdienste und Diktaturen dieser Welt Komödien, nur bei der Stasi wird man schmallippig. Schmunzeln bringt die Menschen dazu, darüber zu reden."

Henry Hübchen sieht das ähnlich: "Es gibt schon so viele ernste Filme über das Thema Stasi, siehe 'Das Leben der Anderen'. Wenn der Film keine Komödie wäre, dann hätte ich auch darin nicht mitgespielt."

Im Hinblick auf das Erzgebirge hat Leander Haußmann noch viel vor: "Ich habe gerade ein Drehbuch zu einem Remake über die Komödie 'Willkommen bei den Sch’tis' geschrieben. Nur spielt die Handlung nicht in Frankreich, sondern im Erzgebirge." Das Drehbuch sei fertig, jetzt muss der Film noch finanziert und bewilligt werden.

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Ab 19. Mai läuft "Stasikomödie" in allen Kinos. Weitere Infos unter: www.constantin-film.de/kino/stasikomoedie/

Titelfoto: Uwe Meinhold

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