So planen die Theater in Chemnitz ihre nächste Spielzeit

Chemnitz - Kulturfreunde können aufatmen: Die Chemnitzer Theater kehren zurück in ihre Häuser mit einem spannenden Spielplan bis zum Jahresende. Doch die Corona-Nachwirkungen machen Generalintendant Christoph Dittrich (54) weiter zu schaffen: "Wir müssen deutlich weniger Plätze anbieten. Aber wir haben einen wichtigen Auftrag in fahler Zeit."

Sie stellten das Theaterprogramm vor (v.l.): Sabrina Sadowska (Ballett), Raimund Kunze (Orchester), Generalintendant Christoph Dittrich, Carsten Knödler (Schauspiel) und Gundula Hoffmann (Figurentheater).
Sie stellten das Theaterprogramm vor (v.l.): Sabrina Sadowska (Ballett), Raimund Kunze (Orchester), Generalintendant Christoph Dittrich, Carsten Knödler (Schauspiel) und Gundula Hoffmann (Figurentheater).  © Sven Gleisberg

Weniger Plätze, das heißt maximal 160 Besucher im Opernhaus (Rangfoyer: 60), 90 im Schauspielhaus, 30 im Figurentheater, 430 in der Stadthalle und 125 im Carlowitz-Saal. "Wir hoffen, dass sich alles positiv entwickelt", sagte Christoph Dittrich.

Das sind die Highlights bis Jahresende: Das Musical "Cabaret" feiert 13. November Premiere im Opernhaus. Sechs Tage später folgt "Ein Ehemann vor der Tür" (Jacques Offenbach) im Rangfoyer. 

Um Frauenrechte geht es im Ballett "Love Me Or Leave Me" ab 9. Oktober im Opernhaus. Leiterin Sabrina Sadowska (54) setzt große Stücke auf das Stück. Geplant ist auch wieder der "Nussknacker" zu Weihnachten.

Der Briefroman "Gut gegen Nordwind" eröffnet die Schauspielsaison am 18. September. "Endlich auf der Bühne", so Schauspielchef Carsten Knödler (53), ist am 21. November "Arche Noa", Gewinner des Chemnitzer Theaterpreises.

Das Figurentheater ist stolz auf sein digitales Klassenzimmerstück "Wandertag im Weltraum" ab 16. September, die Robert-Schumann-Philharmonie lädt zum Beethoven-Zyklus am 18., 19. und 20. September. Abonnenten haben ein Vorkaufsrecht für Tickets.

Das Theater öffnet wieder seine Häuser - aber mit vielen Corona-Einschränkungen.
Das Theater öffnet wieder seine Häuser - aber mit vielen Corona-Einschränkungen.  © Sven Gleisberg
Das Ballett "Der Nussknacker" soll die Chemnitzer zu Weihnachten begeistern.
Das Ballett "Der Nussknacker" soll die Chemnitzer zu Weihnachten begeistern.  © Theater Chemnitz/Nasser Hashemi

Nach Kritik: Theater sucht schwarze Darsteller für "Hair"

Die Theater Chemnitz beenden den Rassismus-Skandal im eigenen Haus. Der hatte sich entzündet an der Besetzung des rassismuskritischen Musicals "Hair" - allerdings ohne schwarze Darsteller (TAG24 berichtete).

Generalintendant Christoph Dittrich (54) räumte jetzt noch einmal den Fehler ein und versprach: "Wir werden die Besetzung erweitern. Wir suchen aktuell zwei schwarze Darsteller." 

Das Stück soll am 28. August Premiere auf der Küchwaldbühne feiern. Neun weitere Aufführungen sind bis 13. September geplant. 

Christoph Dittrich: "Sollte das Publikum eine Fortsetzung fordern, werden wir uns eine Variante für das Opernhaus überlegen."

Titelfoto: Theater Chemnitz/Nasser Hashemi

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