Trotz Lockdown: Das ist die einzige offene Ausstellung in Chemnitz

Chemnitz - Festivals finden nicht statt, Museen sind geschlossen. Ganz auf Kunst außerhalb der eigenen vier Wände verzichten müssen die Chemnitzer ab sofort aber nicht mehr. In der offenen Jakobikirche können Besucher seit Montag 17 Werke der Dresdner Malerin Lea Grundig (1906-1977) betrachten, die an das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte erinnern.

In der Jakobikirche ist bis Ende Februar eine kleine Kunst-Schau zu sehen.
In der Jakobikirche ist bis Ende Februar eine kleine Kunst-Schau zu sehen.  © Ralph Kunz

Es handelt sich damit um die momentan wohl einzige offene Kunst-Schau der Stadt. Doch als Ausstellung darf das Evangelische Forum den Blickfang offiziell nicht betiteln.

"Wir zeigen die Bilder der jüdischen Künstlerin im Rahmen der Offenen Stadtkirche und aus Anlass des Holocaust-Gedenktages am 27. Januar, an dem an die Ermordung von Millionen Menschen während des Zweiten Weltkrieges erinnert wird", sagt Thomas Doyé vom Evangelischen Forum.

Eigentlich sollte es auch eine große Vernissage und Führungen für Schulklassen geben. Doch das ist momentan nicht möglich. "Die Bilder können sich jetzt alle anschauen, die in der offenen Kirche Besinnung finden sowie neue Kraft schöpfen wollen", sagt Doyé.

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Dabei gilt: begrenzte Besucherzahl in der Kirche, Maske tragen, Abstand halten.

Lea Grundig verarbeitete in ihren Bildern, die sie zwischen 1942 und 1944 im Exil im heutigen Palästina malte, ihre Erfahrungen aus dem Dritten Reich.

Thomas Doyé vom Evangelischen Forum zeigt die Bilder der Dresdner Malerin Lea Grundig (1906-1977).
Thomas Doyé vom Evangelischen Forum zeigt die Bilder der Dresdner Malerin Lea Grundig (1906-1977).  © Ralph Kunz

Geöffnet ist die Jakobikirche montags bis samstags von 11 bis 15 Uhr.

Titelfoto: Ralph Kunz

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