Chemnitzer Indie-Band "Blond" räumt Preis für Popkultur ab

Chemnitz - Die Chemnitzer Indie-Pop-Band "Blond" hat den Preis für Popkultur in der Kategorie "Schönste Geschichte" gewonnen. Ausschlaggebend war das Engagement zum Thema sexualisierte Gewalt. Das Trio hat dazu nicht nur einen Song ("Du und Ich") geschrieben, sondern gleich mehrere Aktionen umgesetzt.

Die Chemnitzer Band "Blond" räumte den Preis für Popkultur in der Kategorie "Schönste Geschichte" ab.
Die Chemnitzer Band "Blond" räumte den Preis für Popkultur in der Kategorie "Schönste Geschichte" ab.  © PR / Johannes Richter

Vor einem Jahr sorgte die "Hütte der sexualisierten Gewalt" für verwirrte Blicke auf dem Düsseldorfer Platz in Chemnitz.

Mit einer Triggerwarnung versehen hatte die Band gemeinsam mit dem Wildwasser Chemnitz e. V. Erfahrungsberichte von Menschen, die Opfer von Sexismus geworden sind, gesammelt und ausgestellt. Später wurde noch ein Hörbuch veröffentlicht.

"Uns ist es so bisschen antrainiert worden, dass man die Schuld bei sich selber sucht. Deswegen war's uns eine Herzensangelegenheit, dass wir auch vermeintliche kleine Dinge in dieser Hütte ausstellen", sagte Sängerin Nina Kummer.

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Es gehe darum, auf Täter aufmerksam zu machen, die selbst nicht wissen, dass sie welche sind.

Auch in der Kategorie "Lieblingssong" hieß der Gewinner Kummer, Felix Kummer (33). Sein mit Fred Rabe (26) gesungener Hit "Alles wird gut" hat sich zu einem echten Ohrwurm gemausert.

Titelfoto: PR / Johannes Richter

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