Eintritt nur noch für Geimpfte und Genesene? Das sagen Chemnitzer Wirte dazu

Chemnitz - Die 2G-Regelung tritt ab Donnerstag für Sachsen in Kraft. Gastronomen und Veranstalter haben damit die Möglichkeit, nur noch Geimpften und Genesenen Eintritt zu gewähren. In Chemnitz sorgt die neue Regelung bislang für wenig Begeisterung.

Uwe Dziuballa (56) ist der Betreiber vom jüdischen Restaurant "Schalom" und noch unschlüssig, was die 2G-Regelung angeht.
Uwe Dziuballa (56) ist der Betreiber vom jüdischen Restaurant "Schalom" und noch unschlüssig, was die 2G-Regelung angeht.  © Uwe Meinhold

Uwe Dziuballa (56) blickt mit gemischten Gefühlen auf 2G: "Ich bin noch unentschlossen, ob die Regelung in meinem Restaurant eingeführt wird." Der 56-Jährige betreibt das jüdische Restaurant "Schalom".

"Für uns bedeutet die 2G-Regelung einen Mehraufwand an Kontrolle. Sie bietet auf der einen Seite für Mitarbeiter eine Erleichterung, da sie ohne Maske arbeiten können. Andererseits sind die Gäste und wir als Betrieb einmal mehr ohnmächtig gegenüber den Behörden und deren Verordnungen."

Gernot Roßner (49) vom Restaurant "Brazil" ist schon einen Schritt weiter: "Die 2G-Regelung ist ja nur eine Option. Es steht jedem Unternehmer frei, ob er sie umsetzt. Ich folge der Regelung nicht, weil wir keine Gäste ausschließen möchten, die nicht geimpft sind."

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Peter Mattis (59), Inhaber von "Die Schokoladenbar", sieht das ähnlich: "Wir halten an der 3G-Regel fest, da wir auch Ungeimpfte nicht ausschließen wollen."

Eric Zeuner, Geschäftsführer der Event-Location "Pentagon3", hält ebenfalls an der 3G-Regel fest: "Wir hatten schon viele Veranstalter, die Events stornierten, als von einer 2G-Regel gesprochen wurde."

Für Gernot Roßner (49) vom "Brazil" ist die 2G-Regelung keine Option.
Für Gernot Roßner (49) vom "Brazil" ist die 2G-Regelung keine Option.  © Uwe Meinhold
Peter Mattis (59), Inhaber von "Die Schokoladenbar", will Ungeimpfte nicht ausschließen und bleibt daher bei 3G.
Peter Mattis (59), Inhaber von "Die Schokoladenbar", will Ungeimpfte nicht ausschließen und bleibt daher bei 3G.  © Kristin Schmidt
Auch "Hans im Glück"-Chef Martin Kaufmann (32) spricht sich gegen die 2G-Regelung aus.
Auch "Hans im Glück"-Chef Martin Kaufmann (32) spricht sich gegen die 2G-Regelung aus.  © Kristin Schmidt

Auch Martin Kaufmann (32), Betriebsleiter des Restaurants "Hans im Glück", hält von 2G wenig: "Das soll jeder Gast für sich entscheiden können."

Titelfoto: imago images/Bihlmayerfotografie/Uwe Meinhold/Kristin Schmidt

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