Gottesdienst am Reformationstag: Chemnitzer Industriemuseum lädt zum Beten

Chemnitz - Das Projekt Kulturhauptstadt 2025 nimmt weiter Fahrt auf. Am Reformationstag wagen evangelische Kirche und Industriemuseum ein ungewöhnlichen Format. Beide wollen zeigen, dass Technik und Glauben kein Widerspruch sind und die Beziehung zwischen Mensch, Maschine und Gott beleuchten.

Pfarrer Stephan Tischendorf (41, l.) und Museumsleiter Dr. Oliver Brehm (57) begrüßen am Sonntag zum 1. Kulturhauptstadt-Gottesdienst.
Pfarrer Stephan Tischendorf (41, l.) und Museumsleiter Dr. Oliver Brehm (57) begrüßen am Sonntag zum 1. Kulturhauptstadt-Gottesdienst.  © Sven Gleisberg

Gottesdienste müssen nicht zwingend in der Kirche stattfinden. Pfarrer Stephan Tischendorf (41) ist neuen Formaten gegenüber offen. "Egal ob unter freiem Himmel oder in der Kneipe - wichtig ist mir, mit Menschen zusammen und ins Gespräch zu kommen."

Aus dieser Einstellung heraus ist auch der 1. Kulturhauptstadt-Gottesdienst entstanden. "Wir wollen als Kirchenbezirk, als 'Maker', wie man so schön sagt, natürlich was zur Kulturhauptstadt beitragen", sagt Tischendorf. Bis 2025 soll jedes Jahr ein anderer Ort der Kulturhauptstadtregion als Gotteshaus dienen.

Zum Auftakt geht's ins Industriemuseum Chemnitz. Gemeinsam mit Museumsleiter Oliver Brehm (57) und weiteren Akteuren wird Pfarrer Tischendorf wichtige Etappen der Industrialisierung vorstellen und diese auf christlicher Ebene deuten.

Chemnitz: "Mit Nazis spricht man eigentlich nicht": Kritik nach Kretschmer-Besuch in Frankenberg
Chemnitz "Mit Nazis spricht man eigentlich nicht": Kritik nach Kretschmer-Besuch in Frankenberg

Es geht um maschinelle Fortschritte und wie diese Menschen geprägt haben.

Der Gottesdienst findet am Reformationstag zwischen 10 und 11 Uhr im Industriemuseum statt und wird live im MDR-Hörfunk übertragen.

Titelfoto: Sven Gleisberg

Mehr zum Thema Chemnitz Kultur & Leute: