Künstler zeigen in Chemnitz ihre Werke "hinterm Nischel"

Chemnitz - Den Nischel in Chemnitz kennt jeder – aber was ist dahinter? In der Ausstellung "Hinterm Nischel" im Schauraum der "Parteisäge" zeigen Künstler bis Donnerstag ihre Objekte zu den Themen sozialer Zusammenhalt und Solidarität.

Die Kuratoren (v.l.): Annabell Burger (40), Kasper König (77) und der Leiter der Kunstsammlungen Chemnitz, Frédéric Bußmann (46).
Die Kuratoren (v.l.): Annabell Burger (40), Kasper König (77) und der Leiter der Kunstsammlungen Chemnitz, Frédéric Bußmann (46).  © Maik Börner

Der Name der Ausstellung "Hinterm Nischel" ist doppeldeutig zu verstehen.

Auf der einen Seite geht es um die weniger bekannte Lage hinter dem Karl-Marx-Monument, zum anderen um den Grundgedanken:

"Jahrzehntelang wurde vor dem Karl-Marx-Monument politische Propaganda ausgestellt – zu DDR-Zeiten, aber auch während der Ausschreitungen in Chemnitz 2018. Hinter dem Nischel wird nun Kunst ausgestellt", sagt Annabell Burger (40), eine von zwei Kuratoren der Ausstellung.

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Einer der sieben ausstellenden Künstler ist der Chemnitzer Joerg Waehner (59). Seine Skulptur MIES meets MARX "Revolutionsdenkmal in Plattenbauweise" zeigt das Modell des zerstörten Berliner Revolutionsdenkmals, das zu einer Wodka-Gorbatschow-Bar umgebaut wurde.

Der Eröffnungstermin am Montag war bewusst gewählt. Einen Tag nach der Bundestagswahl und am politisch aufgeladenen Ort des Marx-Monuments wollen die Künstler festhalten: "Das ist eine politische Ausstellung, aber keine propagandistische", erklärt Burger.

Der Künstler Joerg Waehner (59) vor seiner Skulptur MIES meets MARX "Revolutionsdenkmal in Plattenbauweise"
Der Künstler Joerg Waehner (59) vor seiner Skulptur MIES meets MARX "Revolutionsdenkmal in Plattenbauweise"  © Maik Börner

Der Eintritt ist frei.

Titelfoto: Uwe Meinhold / Maik Börner

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